29.07.2016
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Bundesliga: Kampfansagen aus Leverkusen

Simon Rolfes

Simon Rolfes.

Foto:

Bongarts/Getty Images

Leverkusen -

Eine ungewöhnlich lange Woche verbringt Bayer 04 zwischen dem 0:0 in Freiburg am Samstag und dem Top-Spiel am Sonntag (17.30 Uhr, BayArena) gegen Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund. Am Donnerstag ließen Trainer Sascha Lewandowski und Teamchef Sami Hyypiä nur eine Stunde lang trainieren. Es war ein Art Entspannungsprogramm mit viel Torabschluss. „Du kannst die Spieler nicht fünf Tage lang vollstopfen“, sagte Lewandowski, der bis auf Verteidiger Daniel Schwaab (Magen-Darm-Infektion) und Karim Bellarabi (Aufbautraining) den kompletten Kader zur Verfügung hatte. Leverkusens Kapitän Simon Rolfes sagte: „Die Spannung muss sich über die Woche bis zum Spiel aufbauen. Du darfst sie nicht zu früh haben.“

Die Vorfreude auf das Duell mit dem Double-Gewinner ist ebenso groß wie die Ansagen selbstbewusst. Rolfes will sich von den 8:0 Toren und sechs Punkten des BVB in der Rückrunde nicht zu sehr beeindrucken lassen: „Wir hatten das etwas schwerere Programm.“ Flügelspieler Sidney Sam, der am Donnerstag 25 Jahre alt wurde, sagte: „Wenn alles stimmt, können wir etwas holen.“ Dortmund oder der auf elf Punkte enteilte FC Bayern eben, und der BVB ist in jenem Fall die leichtere Aufgabe.

Für Irritationen sorgte Hyypiä, der auf eine sehr hypothetische Frage der dpa recht konkret geantwortet hat: Die Trainerkonstellation in Leverkusen „ist nicht das Einfachste. Es können immer Schwierigkeiten auftreten“, lautete die Einlassung des Finnen. Momentan“, schob Hyypiä nach, „haben wir eine gute Arbeitsbeziehung und überhaupt keine Probleme miteinander.“

Allerdings war es darum gegangen, ob Lewandowski und Hyypiä in einer fernen Zeit nach Bayer 04 gemeinsam auf anderen Trainersesseln zu sehen sein werden. Das ist nun wirklich schwer vorstellbar, zumal eines von Hyypiäs Traumzielen (neben dem FC Liverpool) die finnische Nationalmannschaft ist. Letzteres dürfte für Lewandowski nicht gelten.

Eine frohe Botschaft steht offenbar Stefan Kießling bevor. Die „Bild“-Zeitung meldete am Donnerstagabend, dass Kießling mit einer Nominierung für die Nationalmannschaft im Rahmen der WM-Qualifikationsspiele gegen Kasachstan (22. und 26. März) und die USA-Reise Ende Mai 2013 rechnen kann.