29.07.2016
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Charity-Aktion: DKMS-Logo ziert die Bayer-Brust

Die Bayer-Brust wird vorerst mit dem Schriftzug der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei verziert.

Die Bayer-Brust wird vorerst mit dem Schriftzug der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei verziert.

Leverkusen -

Manchmal muss der Sport den wichtigen Dingen des Lebens den Vortritt lassen. So war das am Donnerstag in der Leverkusener BayArena. Der Werksklub stellte der Welt seinen neuen Schriftzug auf den Spielertrikots vor. Es besteht aus den vier Buchstaben DKMS. Sie stehen für „Deutsche Knochenmarkspenderdatei“. In Ermangelung eines zahlungskräftigen und seriösen Sponsors hat sich Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser dazu entschlossen, ein Unternehmen aus dem Bereich „Charity“ – zu deutsch heißt das in etwa: Wohltätigkeit – auf der Spielerbrust zu präsentieren, bis man einen neuen Sponsor gefunden hat.

Nachdem die Pläne von Bayer 04 bekannt wurden, haben mehr als 20 Unternehmen ihr Interesse angemeldet, unter anderem die Deutsche Sporthilfe. „Wir haben uns bewusst für die DKMS entschieden, weil wir auf ein wichtiges Gesundheitsthema aufmerksam machen wollten“, sagte Wolfgang Holzhäuser. Kapitän Simon Rolfes ist, wie auch Torjäger Stefan Kießling, seit vielen Jahren als potenzieller Spender im Kampf gegen den Blutkrebs typisiert. „Das ist so viel wichtiger als Fußball“, erklärte der Vater von zwei Kindern, der einmal in die engere Auswahl zur Rettung eines Leukämie-Patienten kam.

Bayer 04 arbeitet allerdings daran, die Zeit ohne echten Sponsor so kurz wie möglich zu halten. „Wir wollen einen nachhaltigen Partner und befinden uns mit zwei Unternehmen in ernsthaften Gesprächen“, erklärte Geschäftsführer Holzhäuser. Bayer 04 hat den Schriftzug DKMS auf den Trikots bis September geplant, danach soll eine weitere Charity-Aktion folgen. Spätestens bis Oktober will der Werksklub dann den richtigen Sponsor gefunden haben. Die öffentlichkeitswirksame Zusammenarbeit mit DKMS soll aber auch danach fortgesetzt werden.

Trainer Sami Hyypiä muss sich unterdessen mit dem Bundesliga-Auftakt und dem Gegner Freiburg auseinandersetzen. Er findet an dieser Aufgabe nichts Leichtes. „Es wird schwerer als letzte Woche im DFB-Pokal. Die Freiburger spielen sehr aktiv und aggressiv“, erklärt der Finne, der die Arbeit seines Kollegen Christian Streich offenbar über alles schätzt. Auf die vielen Abgänge im Kader der Breisgauer angesprochen sagt Hyypiä: „Herr Streich mit seinem Charakter wird schon dafür sorgen, dass die neuen Spieler irgendwann spielen wie die alten.“ Die Chance, als Gegner vom Umbruch zu profitieren, ist allerdings nie so groß wie am ersten Spieltag. Hyypiä: „Die neuen Spieler da kenne ich noch nicht so genau, da müssen wir erst sehen.“
Seine eigenen Spieler kennt er besser. Wie die Mannschaft am Samstag aussehen wird, und ob sie mit derjenigen aus dem DFB-Pokal identisch ist, sagt er aber nicht. Immerhin verrät der Teamchef, dass sich der während der Woche nach Leverkusen gekommene Emre Can vielleicht noch ein wenig mit seinem Debüt gedulden muss. „Er war vorher leicht verletzt und hatte eine Woche nicht trainiert. Jetzt hat er das dreimal bei uns getan. Emre ist ein sehr guter Spieler. Aber wir im Trainerstab sind noch nicht sicher, ob er am Samstag schon im Kader sein wird.“ Sami Hyypiä kann sich das leisten, weil er außer den Jungprofis Dominik Kohr (Innenbandanriss im Knie) und Niklas Lomb (Bänderriss Sprunggelenk) keine Verletzten zu beklagen hat. Seinen Profis rät er Folgendes: „Wir müssen schnell spielen, um Freiburg Probleme zu bereiten und zu Torchancen zu kommen. Jeder von uns hofft, dass der Auftakt gut wird.“

Eine Neuheit wird am Samstag der Stehplatzbereich auf der Nordtribüne hinter dem Tor sein. „Die Stimmung wird dadurch noch besser“, glaubt Hyypiä, „aber ich hoffe, dass uns nicht nur die Fans auf den Stehplätzen anfeuern, sondern das ganze Stadion.


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