29.08.2016
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Interview mit Rolfes: „Noch ist überhaupt nichts entschieden“

Simon Rolfes

Simon Rolfes.

Foto:

Bongarts/Getty Images

Leverkusen -

Herr Rolfes, Sie haben das Heimspiel gegen Lissabon 0:1 verloren. Würden Sie sagen, dass Sie nur noch geringe Chancen haben, ins Achtelfinale der Europa League einzuziehen?

Simon Rolfes: Nein, das würde ich nicht sagen. Noch ist überhaupt nichts entschieden, es ist ja  nur ein Tor. Wir sind gut genug, das im Rückspiel noch zu drehen. Wir müssen einfach nur konsequenter sein – sowohl vorne als auch hinten. Es ist ja symptomatisch, dass wir die große Chance zum Führungstor haben, es dann aber nicht machen. Dann dürfen wir nach der Ecke nicht so offen stehen, da sind wir auf einmal in Unterzahl und Lissabon kann den Konter zum 1:0 machen. Wir haben die Chance, den Ball zu klären. Das schaffen wir nicht und dann macht Cardozo es gut.

Ist Lissabon die abgeklärtere Mannschaft gewesen?

Rolfes: Sie sind ohne Frage eine gute Mannschaft und in ihrer Champions-League-Gruppe Dritter geworden. Sie haben technisch gute Spieler, aber wir müssen uns sicher nicht vor ihnen in die Hose machen.

Ist es im Moment ein grundsätzliches Problem, dass sich die Mannschaft für gute Leistungen nicht mit guten Ergebnissen belohnt?

Rolfes: Klar, es wäre sicher wichtig gewesen, ein gutes Ergebnis zu erzielen. Wir müssen vor dem Tor eben eiskalt sein und die Gelegenheiten nutzen. So viele Möglichkeiten bekommt man auf dem Niveau nicht. Wir haben ja auch in der Hinserie schon gezeigt, dass es anders geht, da waren wir im Spiel nach vorn sehr effizient. Grundsätzlich ist unsere Spielanlage aber besser als in der Hinrunde, auch wenn die Ergebnisse gerade nicht stimmen. Vielleicht haben wir gerade eine Ergebniskrise, aber keine Leistungskrise. Wir müssen es in die Köpfe kriegen, die Ruhe zu bewahren. Jetzt haben wir die Chance, es am Samstag gegen Augsburg besser hinzubekommen und dann fahren wir nach Lissabon und sind gespannt, wie es ausgeht.


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