29.08.2016
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Nach 4:1-Sieg: Keine Euphoriegesänge bei Bayer 04

Sami Hyypiä.

Sami Hyypiä.

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Bild: dpa

Leverkusen -

Der zweite Platz war so lange ein Fluch für Bayer 04 Leverkusen, dass jede Annäherung an diesen Tabellenplatz ein wenig kompliziert erscheint. Es ist, als müssten sich alle in diesem Verein, der „Vizekusen“ patentieren ließ, immer wieder von Neuem selbst aufsagen: Ein zweiter Platz ist etwas Gutes. Er kommt unter anderen Voraussetzungen zustande als im goldenen Zeitalter, als die halbe brasilianische Nationalmannschaft plus Michael Ballack hier spielten. Lasset uns fröhlich sein.

So ist es auch jetzt. Durch den 4:1-Sieg in Bremen ist Bayer 04 innerhalb eines Abends von Platz fünf auf Platz zwei der Tabelle gesprungen – vor Vereinen wie Dortmund und Schalke. Das ist eine kleine Sensation. Euphoriegesänge bleiben dennoch aus. „Alle müssen ruhig bleiben“, sagt Teamchef Sami Hyypiä vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (Samstag, 15.30 Uhr), „wir müssen noch bis Mai arbeiten.“

Der Gegner heißt 1. FC Nürnberg

Arbeit wird seinen Spielern am Samstag nicht erspart bleiben, denn der Gegner heißt 1. FC Nürnberg. „Nürnberg ist ein Team, das über den Kampf, große Aggressivität und Laufbereitschaft kommt“, sagt Hyypiä. Raum für Rotation sieht der Finne kaum: „Ich glaube nicht, dass es der richtige Zeitpunkt dafür ist.“ Sehr gerne würden er und Cheftrainer Sascha Lewandowski genau dieselbe Formation spielen lassen wie zuletzt. Die Sprunggelenkverletzung von Lars Bender könnte das verhindern. Ein Test am Morgen des Spieltages soll darüber entscheiden.

Wenn der Nationalspieler ausfällt, wird Jens Hegeler zum Einsatz kommen, der in Bremen als Torschütze zum 4:1 auffällig wurde. Spieler wie er haben dafür gesorgt, dass Bayer 04 trotz des Fehlstarts, eines vergleichsweise kleinen Kaders und der Europa-League-Doppelbelastung alle Mannschaften außer dem FC Bayern überholt hat. „Das hat die Mannschaft toll gemacht, wir müssen alle dafür loben“, sagt Sami Hyypiä. Verstärkungen im Winter wären ihm natürlich dennoch recht, vor allem im Sturm. Er will sie aber nicht wieder fordern. „Was passiert, wird man sehen“, meint der Teamchef, „aber wenn Verletzte wie Karim Bellarabi wieder zurückkehren, sind sie auch wie neue Spieler.“ Sidney Sam hat nach überstandener Muskelverletzung wieder Anschluss geschafft und wird am Samstag wohl zum Kader gehören.

Bayer Leverkusen: Leno - Carvajal, Wollscheid, Toprak, Hosogai - Bender (Hegeler), Reinartz, Rolfes - Castro, Schürrle - Kießling. – 1. FC Nürnberg: Schäfer - Chandler, Nilsson, Klose, Pinola - Balitsch, Simons - Kiyotake, Frantz, Gebhart - Polter. – Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart).


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