28.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Trainerposten: Völler bringt Lichte ins Spiel

Jan-Moritz Lichte gehört zum Trainer-Team von Bayer Leverkusen.

Jan-Moritz Lichte gehört zum Trainer-Team von Bayer Leverkusen.

Foto:

Rainer Dahmen

Leverkusen. Bayer 04 Leverkusen denkt für den Fall eines Rücktritts von Cheftrainer Sascha Lewandowski im Sommer über eine Beförderung von Assistenzcoach Jan-Moritz Lichte nach. Sportchef Rudi Völler sagte der Bild-Zeitung: „Am liebsten wäre uns, Sascha macht weiter. Wenn nicht, haben wir mit Jan-Moritz Lichte auch noch einem Top-Mann im Trainer-Team. Wir werden auf alle Fälle gewappnet sein.“

Bayer-04-Kommunikationschef Meinolf Sprink sagte zwar: „Rudi Völler wollte nur darauf hinweisen, dass wir im Fall des Falles einen weiteren Fußball-Lehrer im Verein haben.“ Aber Völler nannte eben nur Lichte – Fußball-Lehrer gibt es noch einige mehr im Klub. Lewandowski hat noch nicht öffentlich erklärt, ob er mit Sami Hyypiä bei den Profis weiterarbeitet oder in die Jugendarbeit zurückkehrt. Stimmen aus dem Verein fallen eher skeptisch aus, was eine Fortsetzung angeht.

Erst seit 2012 bei Bayer

Der erst 33 Jahre alte Lichte war im Sommer 2012 vom FC St. Pauli an den Rhein gekommen. In Hamburg hatte er wie zuvor beim SC Paderborn im Team von Chefcoach André Schubert gewirkt und sich den Ruf als Taktik- und Video-Experte erarbeitet. Nach Leverkusen brachte er die Angewohnheit mit, die erste Hälfte des Spiels von der Tribüne aus zu verfolgen. Den Fußball-Lehrer-Lehrgang des DFB schloss Lichte 2011 als Bester ab. Sein Studium der Sportwissenschaften beendete er mit der Note 1,0. Thema seiner Diplomarbeit: „Taktiktraining im Jugendfußball.“

Unterdessen hat Bayer-Stürmer Stefan Kießling in der Nationalmannschafts-Diskussion seine Haltung weiter präzisiert. Für die USA-Reise im Mai, für die wegen der Terminenge viele Absagen von Stammspielern erwartet werden, werde er nicht zur Verfügung stehen: „Der Bundestrainer hat ja klar gesagt, dass er nicht mehr mit mir plant.“