29.07.2016
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Vorbereitung: Bayer 04 schließt sich ein

Die Spieler der Werkself waren am Wochenende bedient.

Die Spieler der Werkself waren am Wochenende bedient.

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AFP

Leverkusen -

Unter strikter Geheimhaltung wird Bayer 04 Leverkusen in dieser Woche trainieren. Nach dem 0:0 beim Tabellenletzten Greuther Fürth verfügten Trainer Sascha Lewandowski und Teamchef Sami Hyypiä für die Einheiten am Mittwoch, Donnerstag und Freitag den "Ausschluss der Öffentlichkeit", und insofern eine Verschärfung des naturgegebenen Zustands beim Werksklub.

Über die Inhalte dieser Trainingswoche kann also nur spekuliert werden. Es wäre nicht verwunderlich, wenn Standardsituationen ein großes Thema wären. Ein mitunter einfacher Weg zum Torerfolg, den Leverkusen viel zu selten beschreitet, wenn Mittelfeldspieler Gonzalo Castro, ansonsten einer der besten Torschuss-Vorbereiter der Liga, zu den Eckbällen antritt. Auch in Fürth wurde es bei zehn Versuchen nur einmal gefährlich - ein Randaspekt des Themas "Effektivitätsverlust", das Leverkusen bei sich ausgemacht hat. "Das ist schon seit einigen Woche unser Problem, dass wir nicht so effektiv sind", sagt Sportchef Rudi Völler, "wir haben zu viele Chancen liegen lassen. Aber wir haben ja keine Spielkrise im eigentlichen Sinn."

Kritik auch von Leno

Torhüter Bernd Leno ging in der kritischen Betrachtung des Fürth-Spiels über das Tor-Dilemma hinaus: "Vorne müssen wir einfach die Tore machen, weil wir am Ende der ersten Halbzeit mehrere Chancen hatten. Egal, wie schlecht die Bedingungen waren, egal, wie schlecht der Platz war, das darf keine Ausrede sein. Wir haben nicht so gespielt, wie wir uns das vorstellen." Neun Punkte aus sechs Ligaspielen der Rückrunde hat der Werksklub gesammelt, einen weniger, als beim im Vereinsgedächtnis unter "holprig" abgehefteten Saisonstart.

Parallel zur Effizienzkrise hat sich eine Geschichte der ausgeschlagenen Geschenke entwickelt. Gegen Dortmund selbst und im Fernduell bei den Spielen in Mönchengladbach und in Fürth verpasste es Leverkusen, dem Meister hinter sich zu lassen und den zweiten Platz zu behaupten. Tabellarisch ist noch kein großer Schaden entstanden, da die Verfolger ebenfalls die Punkte teilten. André Schürrle sagte: "Wir müssen auf uns schauen, und den Dreier, den wir heute verpasst haben, am Samstag gegen Stuttgart holen. Was Dortmund oder sonst wer macht, interessiert uns nicht."