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Bundesliga: Bayern siegt glanzlos

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Philipp Lahm setzt sich im Zweikampf gegen die Stuttgarter Ibrahima Traore (l.) und Christian Gentner (r.) durch. Foto: dpa
Der FC Bayern München hat beim VfB Stuttgart seinen 15. Saisonerfolg eingefahren und hat damit den Vorsprung auf Leverkusen vergrößert. Gegen die Schwaben konnte der Rekordmeister lange Zeit nicht überzeugen. Erst ein individueller Fehler leitete den am Ende verdienten 2:0-Sieg ein.
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Stuttgart

Die Hauptdarsteller von Bayern München hatten den Pfichtsieg längst abgehakt, als die Profis des VfB Stuttgart den anerkennenden Applaus ihrer Fans wie Balsam auf die Wunde genossen.

Gut gekämpft hatten die Schwaben, aber am Ende hatte der souveräne Bundesliga-Spitzenreiter seinen Distanz auf Verfolger Bayer Leverkusen um zwei auf elf Punkte vergrößert. „Das war ein schönes Wochenende für uns. Wir haben den Vorsprung ausgebaut. Das ist wunderbar, so kann es weitergehen“, sagte der Vorstandvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge nach dem 2:0 (0:0) im 92. Süd-Duell.

Ein glanzlose Vorstellung reichte den seit zehn Begegnungen ungeschlagenen Bayern zum 15. Saisonsieg am 19. Spieltag.

Vorne fehlt die Kreativität

Erst ein fataler Blackout von Stuttgarts Cristian Molinaro, der bei einer Rückgabe Bayern-Torjäger Mario Mandzukic übersah, führte die Gäste auf die Siegerstraße. Der Kroate markierte in der 50. Minute ohne Probleme seinen zwölften Saisontreffer, was Sportvorstand Matthias Sammer als „Dosenöffner“ bezeichnete. Anschließend machte Thomas Müller (72.) den achten Auswärtserfolg perfekt.

„Das war schade, das mir das passiert ist. Danach hatten die Bayern noch mehr Ballbesitz und wir hatten keine Chance mehr“, sagte Molinaro, und der Münchner Nationalspieler Toni Kroos resümierte: „Es lief schon besser als zuletzt gegen Fürth. Wir hatten wenig große Chancen und mussten auf den Fehler des Gegners warten. Das kann nicht unser Anspruch sein.“

Bayern Trainer Jupp Heynckes hatte eine konzentrierte Mannschaft gesehen, die in der Abwehr fast nichts zugelassen hatte: „Nur vorn hat der letzte Pass gefehlt. Aber wenn wir gut stehen, ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir treffen. Das haben wir heute gut gemacht.“

Zwar war der Herbstmeister auch in Stuttgart über weite Strecken tonangebend. Nach vorne fehlte den Münchnern aber zunächst die Präzision und die Kreativität, um den laufstarken und zumindest eine Stunde lang gut sortierten VfB in Verlegenheit zu bringen.

Der VfB beendete die Partie in Unterzahl, nachdem Martin Harnik in der 80. Minute wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah.

Bayern anfangs mit Startproblemen

Ein abgeblockter Schuss von Franck Ribery und ein Kopfball von Dante, der knapp am VfB-Tor vorbeistrich, waren in der Anfangsphase die einzige Ausbeute der wenig zwingenden Gäste.

Auch in der Folge fand der Spitzenreiter kaum eine Lücke. Die beste Chance hatte noch der ansonsten unauffällige Thomas Müller, dem nach einem weiten Pass von Bastian Schweinsteiger der Ball zu weit vom Fuß sprang (32.). Stuttgart wartete indes erst einmal auf Fehler der Münchner und versuchte dann schnell umzuschalten.

Erst nach knapp einer halben Stunde wurden die Gastgeber dann mutiger - eingeleitet durch einen Schuss von Shinji Okazaki, der knapp am Ziel vorbeistrich. Noch mehr Pech hatte Harnik, dessen Kopfball in der 34. Minute an den Pfosten und von dort Manuel Neuer in die Arme prallte.

„Ich habe schon attraktivere Spiele gesehen. Beide Mannschaften wollten keinen Fehler machen“, urteilte „Kaiser“ Franz Beckenbauer bei Sky zur Pause. Diesen machte Molinaro, was Wirkung bei den Schwaben zeigte, bei den die ausgeliehenen Federico Macheda und Felipe Lopes nicht zum Einsatz kamen. Den Bayern-Aktionen fehlte weiter der große Glanz.

Die Münchner hatten nun jedoch kaum noch Mühe, den nachlassenden VfB in Schach zu halten. Auffällig war allenfalls in der Schlussphase, dass der Ex-Stuttgarter Mario Gomez an früherer Wirkungsstätte erst in der 88. Minute eingewechselt wurde. Arjen Robben schmorte jedoch bis zum Schlusspfiff auf der Bank. (sid)

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