25.08.2016
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Bundesliga - 15. Spieltag: Von schwächelnden Mannschaften

Versucht seine Eintracht wieder auf den richtigen Weg zu bringen: Frankfurt-Trainer Armin Veh.

Versucht seine Eintracht wieder auf den richtigen Weg zu bringen: Frankfurt-Trainer Armin Veh.

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Bongarts/Getty Images

Der 15. Spieltag - gab es denn noch etwas außer Bayern gegen Dortmund?

Doch, schon. Es ist ziemlich was los, zum Beispiel an der Tabellenspitze, wo sich der Aufschwung der Leverkusener auf Platz zwei neben allem anderen auch dem Umstand verdankt, dass die ursprünglich da oben konkurrierenden Klubs aus Schalke und Frankfurt tüchtig aus dem Tritt gekommen sind.

Das war ein sehr langer Satz. Worum geht es im Einzelnen?

Um Schalke und Frankfurt, die nach famosen Auftakterfolgen erheblich schwächeln und kaum mehr Punkte holen. Schalke hat von den letzten sechs Ligaspielen nur eines gewonnen und am Samstag beim 1:1 gegen Gladbach erhebliche sportliche und klimatische Probleme offenbart. Frankfurt hat gar von den letzten sieben Partien nur eine gewinnen können und ist am Freitag bei Mitaufsteiger Düsseldorf mit 0:4 geradezu untergegangen. So hält man sich nicht da oben.

Weiß man denn, was da genau los ist?

Auf Schalke ist so dies und das zu hören. Die Zuschauer sind nicht recht zufrieden, weil der Fußball der Marke Huub Stevens nicht sonderlich attraktiv ist. Um dieser Stimmung zu begegnen, hat Trainer Stevens nun den gerne kritisierten Torwart Unnerstall aus dem Tor genommen und Timo Hildebrand hineinbeordert. Ob er nun das 1:1 von De Camargo hätte verhindern können, darüber gehen die Meinungen auseinander. Für die Stimmung wäre es besser gewesen, er hätte gehalten. Die Kritik am Spielsystem aber hat inzwischen die Reihen der Spieler erreicht. Stürmer Huntelaar sagt: "Wir müssen viel mehr Risiko spielen", der Kollege Jermaine Jones findet Schalkes aktuelles System "zu durchsichtig". Es geht da viel durcheinander. Und das ist nie gut.

Und Frankfurt?

Dass Frankfurt als Aufsteiger Spiele verliert, ist normal. Eher unnormal war, mit welchem Schwung und Elan die Eintracht in den ersten Spieltagen durch die Klasse gerauscht ist. Aber das jüngste 1:3 gegen Mainz und das 0:4 in Düsseldorf sind arge Ausreißer, weil in beiden Spielen nichts mehr von dem zu sehen war, was Frankfurt bislang zeigen konnte: Klares Spiel, hohes Tempo, gute Ballsicherheit und die notwendige Effizienz.

Ist Frankfurt nicht schon mal abgestiegen nach einer tollen Vorrunde?

Ja, aber das ist vermutlich nicht das Thema. Trainer Armin Veh muss zwar erst noch zeigen, dass er einen Abwärtstrend wirksam bremsen und umkehren kann, aber er macht einen guten, weil ruhigen und kopfklaren Eindruck - wie auch schon in der Zeit der ersten Erfolge. Zudem sind die Abstiegsplätze womöglich schon vergeben.

Ist das so?

Augsburg und Greuther Fürth haben viel gemeinsam: Die Mannschaften kämpfen wie verrückt, ihre Trainer verzweifeln und beide haben je acht Punkte und vier Punkte Rückstand auf Hoffenheim, die sich aber - dafür sprich das fatale 1:4 gegen Bremen - offenbar aus der Bundesliga abmelden wollen.

Was sind denn die Probleme?

In Fürth wird leise gerätselt, ob Mike Büskens als Trainer alles richtig macht, in Augsburg geht dieselbe Frage deutlich lauter an Markus Weinzierl. Aber vielleicht ahnt man auch, dass das Problem in beiden Fällen ein Problem der Qualität ist. Jedenfalls könnten dann alle ruhiger schlafen.

In Hoffenheim auch?

Nein, das ist etwas ganz anderes.


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