26.09.2016
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FA-Cup: Arsenal blamiert sich ohne Podolski

Jack Wilshere war nach dem Spielende bedient.

Jack Wilshere war nach dem Spielende bedient.

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Getty Images

London -

Ohne die geschonten Lukas Podolski und Per Mertesacker hat der FC Arsenal seine Generalprobe für die Champions-League-Partie gegen den FC Bayern München kräftig verpatzt. Die Gunners kassierten am Samstag im FA-Cup-Achtelfinale eine peinliche 0:1 (0:0)-Heimpleite gegen den Fußball-Zweitligisten Blackburn Rovers. Colin Kazim-Richards erzielte im Emirates Stadium in der 72. Minute das Siegtor für den Zweitliga-Achten, der Arsenal damit die erste Pokal-Niederlage gegen ein unterklassiges Team in der 16-jährigen Trainer-Ära von Arsène Wenger zufügte.

Drei Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Königsklasse gegen den FC Bayern ging Wenger das Risiko ein, mehrere Leistungsträger zu schonen - darunter Mertesacker und Podolski. Santi Cazorla, Theo Walcott und Jack Wilshere wurden beim zehnfachen FA-Cup-Sieger erst in der 70. Minute eingewechselt. Die hoch überlegenen Gunners, bei denen Kapitän Thomas Vermaelen sein Comeback nach einer Knöchelverletzung gab, wurden nach einem allzu leichtfertigen Umgang mit ihren Chancen zu Recht mit dem 0:1 bestraft. In der 43. Minute hatte etwa der Ivorer Gervinho frei vor Gäste-Keeper Jake Kean am Tor vorbeigezielt. In der Nachspielzeit vergab dann noch der spanische Mittelfeldspieler Mikel Arteta eine Riesenchance.

Podolski stapelt tief

Fußball-Nationalspieler Lukas Podolski sieht seinen Klub FC Arsenal im Achtelfinal-Duell der Champions League mit Bayern München in der Außenseiterrolle. „Die Bayern sind sicherlich Favorit. Aber es gibt zwei Spiele, in denen auch wir die Chance haben, eine Runde weiterzukommen“, sagte der 27-Jährige im Interview mit der Welt am Sonntag: „Sie können davon ausgehen, dass wir nicht abwarten, was die Bayern machen. Wir haben die Qualität, uns gegen sie zu behaupten.“

Podolski äußerte sich positiv über sein Leben in London. „Ich habe mir das Angebot damals angehört, mich damit auseinandergesetzt und anschließend entschieden, dass der Schritt zu Arsenal der richtige ist. Ich habe das bis heute keine einzige Sekunde bereut“, sagte der ehemalige Publikumsliebling beim 1. FC Köln. Entspannt reagierte der 107-malige Nationalspieler auf die Kritik, die es zuletzt an ihm gegeben hat: „Ich bin selbstkritisch genug und weiß, dass ich nicht immer alles perfekt mache. Aber ich bin jetzt fast zehn Jahre beim DFB und habe über 100 Länderspiele bestritten. Ich weiß also, wie das Geschäft läuft. Wirst du ausgewechselt, bist du als Spieler plötzlich der, der unter Druck steht und um seinen Platz fürchten muss. Ganz ehrlich: Damit kann ich leben.“ (dpa/sid)


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