29.08.2016
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FC Augsburg: Was läuft da mit Felix Magath?

Hat gute Beziehungen zum FC Augsburg: Felix Magath.

Hat gute Beziehungen zum FC Augsburg: Felix Magath.

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dpa

Augsburg -

Markus Weinzierl und Jürgen Rollmann haben sich am Montagabend getroffen. Nicht im Augsburger Restaurant „Haupt“, sondern ganz schlicht und routinemäßig. Wie immer eigentlich, wenn Trainer und Sportdirektor eine Trainingswoche vorbereiten. Und an diesem Treffen besteht auch nicht der geringste Zweifel.

„Weinzierl wird um 10 Uhr das Training leiten und mit der Mannschaft auf dieses wichtige Spiel hinarbeiten“, sagte Rollmann Augsburger Medien hinterher - und so kam es auch. Trotz vier Niederlagen in Serie und sechs Punkten am Tabellenende der Bundesliga sitzt der Augsburger Trainer auch vor dem Heimspiel am Sonntag (17.30 Uhr) gegen Borussia Mönchengladbach offiziell fest im Sattel. Immerhin ließ auch der zuletzt schweigsame Präsident Walther Seinsch am Montag in einem offenen Brief erklären: „Und ich schätze auch Markus Weinzierl.“

In dem Post Scriptum der auf der Vereinshomepage veröffentlichten Nachricht allerdings teilt der 71-Jährige nicht nur seine Wertschätzung für den Augsburger Coach mit. Im Satz vor seinen lobenden Worten für den 37 Jahre alten Liga-Neuling schrieb Seinsch mit beißender Ironie: „Ich schätze Felix Magath.“ Ein angebliches Treffen mit dem vor wenigen Wochen beim VfL Wolfsburg entlassenen Trainermanager hatte für wilde Gerüchte gesorgt. Seinsch dementiert vehement, der kaufmännische Geschäftsführer Peter Bircks will sogar rechtlich gegen diese angeblichen „Unwahrheiten“ vorgehen. Wäre da nur nicht eine Angestellte des Restaurants „Haupt“, die die Gerüchte weiterhin befeuert.

Magath als Augsburger Trainer schwer vorstellbar

„Die beiden Herren haben hier am Samstag gegessen“, sagte Tina Piller am Montag dem Augsburger Lokalfernsehsender a.tv und widersprach somit Seinsch, der sich über die Berichterstattung brüskiert hatte. Interviewanfragen wurden abgelehnt, lieber ließ er sich weiter mit den Worten zitieren: „Man merke: Erst setzt man eine Lüge in die Welt (Seinsch trifft sich mit Magath) und dann verleumdet man den Belogenen (Seinsch schweigt und heizt die Gerüchte an). Wie würden Sie ein solches Verhalten bewerten? Geht es noch unseriöser?“ In Augsburg weiß niemand mehr, wem er glauben soll.

Das „Haupt“ ist ein gemütlicher Ort am Rande der Augsburger Innenstadt. Ein großer Kamin ziert den Raum im historischen Gebäude, eine eigentlich passende Lokalität für ernste Gespräche zwischen zwei Geschäftspartnern. Zudem soll sich Seinsch schon einmal, kurz nach Magaths Entlassung mit dem 59-Jährigen getroffen haben. Egal, ob das nun wieder der Fall war oder eben nicht: Als Coach kommt der erfolgreichste deutsche Trainer der vergangenen zehn Jahre beim kleinen FC Augsburg wohl nicht infrage. Vielmehr wird es sich um Informationsgespräche handeln, um Beratung unter Kollegen, denn das Verhältnis vom FCA und dem VfL Wolfsburg war schon immer gut.

Daniel Baier etwa kam von den Wölfen nach Augsburg, Regisseur Ja-Cheol Koo ist ausgeliehen. Dass die Verantwortlichen allerdings trotzdem so dünnhäutig reagieren, spricht nicht unbedingt für volle Überzeugung von Weinzierls Arbeit. Schon nach dem 2:4 bei Eintracht Frankfurt hatte Rollmann erste kritische Worte geäußert. Und von Seinsch kam bisher nicht mehr als die Bekundung der Wertschätzung. Aber die galt Felix Magath ja auch... (dapd)


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