25.07.2016
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FC Bayern: Sammer piekst seine Profis

FCB-Sportdirektor Matthias Sammer

FCB-Sportdirektor Matthias Sammer

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dpa

München -

Bayern Münchens Sportvorstand Matthias Sammer hat schon drei Tage nach dem Champions-League-Triumph gegen Borussia Dortmund eindringlich den Fokus auf das mögliche Triple gelenkt. „Wir sind emotional eigentlich auf dem Höhepunkt, aber das darf nicht dazu führen, eine historische Chance zu verpassen. Es ist viel, viel mehr als ein Pokalfinale für diesen Klub“, sagte der 45-Jährige mit Blick auf das DFB-Pokalendspiel gegen den VfB Stuttgart am Samstag (20.00 Uhr/Sky und ARD) in Berlin.

Dort kann der FC Bayern als erste deutsche Männermannschaft in einem Jahr die deutsche Meisterschaft, den Champions-League-Titel und den DFB-Pokal gewinnen. Damit, sagte Sammer, würden Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und Co in die Reihe der größten Spieler in der Geschichte der Münchner aufsteigen. „Sie werden immer mit den Granden des Vereins wie Franz Beckenbauer oder Uli Hoeneß konfrontiert, das piekst. Jetzt sind sie diejenigen, die einen Stempel draufdrücken und sich aus der starken Tradition abheben können. Sie können an die Spitze treten“, sagte Sammer. Dieser Gedanken müsse den Weg für das Endspiel gegen den VfB bestimmen.

Zudem brachte Sammer die Diskussion um Führungsspieler in Deutschland wieder einmal auf den Tisch. Schweinsteiger und Lahm hätten mit dem Sieg in der Königsklasse gezeigt, „dass es ja scheinbar Führungsstrukturen im deutschen Fußball gibt“. Man müsse diese wie Trainer Jupp Heynckes aber auch einfordern, sonst könne man keine Reaktion erwarten. Es werde immer gesagt, es sei eine andere Zeit, eine andere Generation. Dem, stellte Sammer klar, müsse man sich in der Kommunikation anpassen, „aber nicht im Inhalt. Diese Gesetzmäßigkeit bleibt gleich. Es gibt ein paar stabile Faktoren.“

Mahnen könne jeder, aber es gehe um Inhalt, Kommunikation und Substanz. Mit Führung würden immer „deutsche Tugenden, Tradition und Rumschreien“ in Verbindung gebracht. Daher hätten die Spieler das abgelehnt, „weil man es ihnen vielleicht auch nicht richtig erklärt hat. Sie brauchen das Gefühl, es ist gewollt, dass wir es in die Hand nehmen.“ Auch am Samstag in Berlin müssten diese Spieler, zu denen Sammer beim FC Bayern auch Torhüter Manuel Neuer und Dante zählte, „wieder mit in den Fokus und sagen: Diese historische Chance müssen wir beim Schopfe packen.“ (sid)


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