29.07.2016
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Nationalmannschaft: Bierhoff spricht von Abschied

Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft, hat seinen Abschied angedeutet.

Oliver Bierhoff, Manager der Nationalmannschaft, hat seinen Abschied angedeutet.

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dpa

Miami -

Ein Jahr vor der Fußball-WM 2014 in Brasilien droht dem Deutschen Fußball-Bund der Verlust seines Nationalmannschafts-Managers. Oliver Bierhoff hat auf der USA-Reise einen Tag nach dem 4:2-Sieg der DFB-Auswahl über Ecuador seinen Abschied angedeutet.

In einem Interview mit der „Welt“ sagte Bierhoff: „Ich hinterfrage mich ständig. Es stellen sich die Fragen: Habe ich noch etwas zu geben? Brauche ich einen neuen Anreiz und muss mal wieder raus aus der Komfortzone des Gewohnten? Da schwanke ich derzeit, das gebe ich offen zu.“

Bierhoff, der noch bis 2014 beim DFB unter Vertrag steht, liebäugelt offenbar mit einem Engagement in der Bundesliga: „Bei einem Bundesligisten hast du schnellere Entscheidungen, direkteres Feedback, Tagesaktualität. Es ist schnelllebiger und hat darum natürlich seine Reize“. Der 45-Jährige deutete an, dass er nicht bis Auslaufen seines Vertrages warten wolle, sondern den Wechsel wohl vor der WM vornehmen würde: „Es wird vorher eine Entscheidung geben“. Er könne sich allerdings auch eine berufliche Auszeit vorstellen.

Bierhoff gilt als Kandidat für den Posten des Präsidenten beim VfB Stuttgart und pflegt auch gute Kontakte zur TSG Hoffenheim. Im selben Interview äußert er sich sehr lobend über Investorenmodelle wie jenes von TSG-Mäzen Dietmar Hopp oder Red Bull Leipzig und wies Kritik daran scharf zurück.

Bierhoffs Abgang wäre nach dem Verlust von Sportdirektor Robin Dutt zu Werder Bremen die zweite Top-Personalie, die den Verband in diesem Sommer ereilt. Der DFB sucht für die Stelle des Sportdirektors und Dutt-Nachfolgers derzeit nach einem neuen Profil. Während Dutts Vorgänger Matthias Sammer mehr Einfluss für diese Position und eine Gesamtverantwortung gefordert hat, ist Bundestrainer Joachim Löw streng gegen eine solche Machtfülle.


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