27.09.2016
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Pokal-Viertelfinale VfL Bochum gegen FC Bayern München: Aufregung um Arjen Robbens „Umfaller“

Arjen Robben

Gegen den VfL Bochum provozierte Arjen Robben einen Elfmeter.

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dpa

Köln -

Es war der große Aufreger des Pokalspiels zwischen dem VfL Bochum und dem FC Bayern München. Schiedsrichter Bastian Dankert wertete ein eher harmloses Foul von Jan Simunek an Arjen Robben als Notbremse und schickte den erst 15 Minuten zuvor für Timo Perthel (Verletzung am Auge) eingewechselten Tschechen vom Platz.

Mit dem fälligen Elfmeter scheiterte Thomas Müller kurz vor der Pause zwar am großartig reagierenden VfL-Torhüter Manuel Riemann. Dennoch war es die Schlüsselszene der Partie. In Unterzahl stand der Revierclub, der in der Anfangsphase zwei gute Chancen von Simon Terodde nicht nutzen konnte und bis zum 0:1 sogar die bessere Mannschaft war, am Ende auf verlorenem Posten.

„Wir wurden viel zu sehr bestraft mit Rot und Elfmeter. Mit elf Mann ist es schon schwer genug, gegen Bayern zu gewinnen. Mit zehn ist es fast unmöglich, sagte VfL-Trainer Gertjan Verbeek, der in den Interviews nach der Partie immer zorniger wurde. „Ich bin Holländer und schäme mich. Aber das kennt man von Robben aus der Nationalmannschaft.“ Bei der Beschreibung der Foulszene mit Robben formulierte Verbeek schließlich einen Satz mit Kultcharakter: „Dann geht er liegen.“

Auch Bochums Keeper Manuel Riemann war außer sich: „Mir geht es auf die Eier. Robben lag 90 Minuten lang nur auf dem Boden, auch beim Stand von 2:0.“

Robben selbst räumte ein, die Rote Karte sei eine „harte“ Entscheidung gewesen. „Aber ich habe die Regel nicht gemacht.“

Bayerns Star-Trainer Pep Guardiola hat nach dem Spiel das Ende der Doppelbestrafung beim Elfmeter gefordert. „Diese Regel ist lächerlich“, sagte der Katalane, „die FIFA muss sie ändern. Ein Elfmeter wäre genug gewesen“. (sid/dpa)