29.08.2016
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Trauriger Abschied: Asamoah fühlt sich als Sündenbock

Gerald Asamoah bei seiner Verabschiedung.

Gerald Asamoah bei seiner Verabschiedung.

Foto:

Bongarts/Getty Images

Fürth -

Der ehemalige Nationalspieler Gerald Asamoah hat vor seinem Abschied vom Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth zum Teil schwere Vorwürfe gegen die Verantwortlichen erhoben. Es sei versucht worden, ihn zu einem Sündenbock zu machen, der Verein habe mit ihm ein falsches Spiel gespielt, beklagte er in einem Interview mit dem kicker unter anderem. Er habe erwartet, dass man ihm „wenigstens etwas Respekt entgegenbringt“, sagte der 34-Jährige, nun nehme „es für alle ein unwürdiges Ende“.

Nach der Trennung von Trainer Mike Büskens, der am 20. Februar nur wenige Tage nach dem 22. Spieltag gehen musste, war Asamoah kaum noch im Kader aufgetaucht. Nur einmal kam er danach in der Rückrunde noch zum Einsatz, am 24. Spieltag - für zwölf Minuten. Asamoah vermutet ein „abgekartetes Spiel“, weil eine angebliche Klausel vorsah, dass sich sein Vertrag bei weiteren 45 Einsatzminuten um ein Jahr verlängert hätte: „Für mich steht fest, dass diese Klausel der Grund war, warum ich nicht mehr berücksichtigt wurde.“

„Aus meiner Sicht gab es keinen Grund, mich in den letzten Monaten in Fürth so zu behandeln“, sagte Asamoah weiter. Vielmehr sei versucht worden, beklagt Asamoah, „aus mir einen Sündenbock zu machen oder krampfhaft ein Exempel zu statuieren“. Tatsächlich sei er auch nicht verletzt gewesen, wie viele Fans glauben würden, „ich bin topfit“. Das Angebot, im letzten Heimspiel vergangenen Samstag gegen den SC Freiburg (1:2) eingesetzt zu werden, habe er abgelehnt: Dies wäre eine „Alibi-Aktion“ gewesen: „Ich mag keine Heuchelei.“

Seine Karriere will Asamoah nach dem Abschied aus Fürth noch nicht beenden. „Ein oder zwei Jahre“ wolle er noch spielen, „gerne wieder im Ruhrgebiet“, gerne bei einem Zweitligisten. „Ich bin fit, habe die letzten Monate ja gut trainiert. Daran kann es also nicht gelegen haben.“ (sid)


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