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Handball: Ein Sieg fehlt noch zum Aufstieg

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Nico Schmidt
Nico Schmidt (r.) ist mit acht Toren eine der Säulen in einer ausgeglichenen Opladener Mannschaft. (Bild: Herhaus)
Leverkusen. 

Vor dem Spiel gegen den TSV Bayer Dormagen hatte Patrick Luig, der Trainer des Handball-Oberligisten TuS 82 Opladen, von einer Schlüsselpartie im Rennen um den Aufstieg gesprochen. Nach dem souveränen 31:21 (14:11)-Sieg über die Bayer-Truppe stellte Luig zufrieden fest: „Wir haben den Schlüssel in die richtige Richtung gedreht.“

Zwei Spieltage vor dem Saisonende haben die 82er ihren Vorsprung auf den Weidener TV an der Tabellenspitze gehalten. Sie können nun in der Osterpause noch einmal Kraft und Konzentration tanken, um nach den Ferien den letzten noch fehlenden Schritt zum Aufstieg zu gehen. Nur einen Sieg brauchen die Luig-Schützlinge noch, dann darf beim TuS endgültig gejubelt werden.

Am Samstagabend probten die Opladener den Jubel bereits ein wenig, schließlich wussten sie im Vorfeld um die Stärke Dormagens und damit auch um die Möglichkeit des Strauchelns. Und Dormagen bestätigte seine starke Form der letzten Wochen, erwies sich lange Zeit als ernsthafter Widersacher, der sich nicht abschütteln ließ. Vor allem in der ersten Hälfte hatte der TuS im Deckungsverhalten ein paar Probleme mit den Angriffen der Gäste, die beim 1:2 und 9:10 zweimal in Führung gingen. Zudem produzierten die 82er einige Patzer, die Dormagen zu Gegenstößen nutzte und damit in Reichweite blieb.

Die Opladener Keeper Benedikt Klein und Michael Markwordt (wurde zu drei Siebenmetern eingewechselt und parierte zwei davon) verhinderten jedoch, dass das Spiel noch enger wurde. Stärkster Akteur der insgesamt homogen und spielstark auftretenden Opladener war neben Regisseur Timo Krüger in der ersten Hälfte sicherlich Nico Schmidt, der mit seinen fünf Treffern wesentlich zur 14:11-Pausenführung beitrug.

Erfolgreicher aus der Kabine kam dann allerdings Dormagen und verkürzte auf 14:13. Kurz darauf nahm ein Gäste-Akteur mit einer Zwei-Minuten-Strafe auf der Bank Platz, diese Phase nutzen die 82er mit drei Treffern (bei einem Gegentor) und setzten sich von 15:13 auf 18:14 ab. Entschieden war die Begegnung aber immer noch nicht: Bis zum 23:20 (47.) blieb Dormagen dran. Dann aber folgte die stärkste Phase der Gastgeber, sie legten einen 8:0-Lauf hin. Deutlich wurde in diesen Momenten die mannschaftliche Geschlossenheit der Luig-Crew. Julian Schmidt, Timo Krüger, Nico Schmidt, Yves Kannegießer, Gerrit Kuhfuss, Peer Pütz und Marius Anger hießen die Torschützen in dieser Serie – Opladen lebt von seiner Ausgeglichenheit.

Dass am Ende der Jubel und die Erleichterung über diesen Sieg groß war, ist selbstverständlich. Entsprechend positiv fiel auch das Fazit von Patrick Luig aus: „Wir haben in der zweiten Hälfte die beste Defensivleistung in dieser Saison abrufen können und Dormagen vor viele Probleme gestellt. Sie mussten Würfe aus großer Distanz nehmen, die Benedikt Klein glänzend parieren konnte.“ Das Rezept sei in der zweiten Hälfte vollends aufgegangen. „Ich muss meiner gesamten Mannschaft ein großes Kompliment machen, ein Sieg mit zehn Toren gegen den Tabellendritten Dormagen ist etwas ganz besonderes“, war Opladens Coach zufrieden und stolz.

TuS 82 Opladen: Klein, Markwordt; N. Schmidt (8/2), J. Schmidt (6), Pütz (5), Kuhfuss (4), Krüger (3), Anger (2), Marquardt (2), Kannegießer (1), Voigt, Chelius, Brahmann.

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