28.07.2016
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Tolle Aufholjadt des KEC: Kölner Haie zeigen gegen Augsburg Moral

Cory Clouston

KEC-Trainer Cory Clouston bei der Arbeit.

Foto:

Rainer Dahmen

Köln/Augsburg -

In Augsburg gab es am Sonntag eine Premiere. Bei der DEL-Partie der Kölner Haie in Bayerisch Schwaben trat der Deutsch-Kanadier Mark Mahon (50) zum ersten Mal in seiner Funktion als Sportdirektor des KEC auf. Mahon, dessen Verpflichtung der KEC am Samstag bekannt gegeben hatte, sah eine wilde Partie, die der KEC nach einem 1:4-Rückstand dank kämpferischer Glanzleistung im Schlussdrittel mit 5:4 (0:0, 1:3, 3:1/1:0 ) nach Penaltyschießen gewann.

Es war der zweite Erfolg im Shoot-out in Serie nach dem 2:1 am Freitag in Straubing. Der neue Haie-Coach Cory Clouston bejubelte den dritten Erfolg in seiner fünften Begegnung.

Nach einem torlosen ersten Drittel, brachte Ryan Jones den KEC bei Überzahl in Führung (24.). Ebenfalls im Powerplay glichen die Panther durch Thomas Holzmann aus (27.). Danach zogen die Gastgeber davon, begünstigt von Unaufmerksamkeiten der KEC-Profis, die sich zunächst bei einem Bully in der neutralen Zone übertölpeln ließen. Ex-Hai Mike Iggulden schloss den folgenden Angriff mit dem Treffer zum 2:1 ab (33.).

Vier Minuten später markierte der ehemalige KEC-Stürmer Ivan Ciernik das 3:1, er stand vier Sekunden nach Ende eines Powerplays frei am langen Pfosten. Vorher hatte sich KEC-Kapitän Moritz Müller einen ausgeglichenen Faustkampf mit Bretton Stamler geliefert. Nachdem die Augsburger das Schlussdrittel mit dem 4:1 durch Holzmann eröffnet hatten (41.), sah es nach einer sicheren Sache für sie aus. Der KEC arbeitete sich aber mit viel Elan zurück – und kam durch Treffer von Shawn Lalonde (45.) bei fünf gegen drei, Alexander Weiß (50.) und Philip Gogulla (59.) zum 4:4. Nach torloser Verlängerung war wie üblich auf KEC-Keeper Gustaf Wesslau Verlass. Er klärte gegen Andy LeBlanc und James Bettauer. Für die Haie trafen Philip Gogulla und Patrick Hager

Mahon musste nach dem Spiel durchatmen. „Das war sehr spannend“, sagte er in fließendem Deutsch. In dieser DEL-Saison hatte er bislang als Assistent zum Trainerstab der Eisbären Berlin gehört. Vorher war er zwölf Jahre lang beim japanischen Verband als Trainer aktiv, vor allem als Headcoach des Team Japan. In Berlin, wohin Mahon durch einen Kontakt zu Geschäftsführer Peter John Lee gekommen war, hätten sie Mahon gern behalten. Er galt dort als umgänglicher Typ mit viel Eishockey-Kenntnis. Die Klubchefs konnten aber verstehen, dass Mahon das Angebot aus Köln nicht abschlagen wollte. Mahon erhielt einen Vertrag bis 2017.

Kölner Haie: Wesslau - Lüdemann, Ankert – Lalonde, Mo. Müller – Zerressen, Syvret – Faber – Salmonsson, Falk, Aslund – Gogulla, Hager, Jones – Weiß, Latta, Umicevic – Ohmann, Stephens, Boucher. – Zuschauer: 6139. – Schiedsrichter: Aicher, Brüggemann.

Strafminuten: Augsburg 22 + 10 Iggulden + 10 Stamler/Köln 18 + 10 Moritz Müller + 10 Falk.

Tore: 0:1 Jones (23:48), 1:1 Holzmann (26:12), 2:1 Iggulden (32:43), 3:1 Ciernik (36:42), 4:1 Holzmann (40:11), 4:2 Lalonde (44:02), 4:3 Weiß (49:26), 4:4 Gogulla (58:17), 4:5 Gogulla (Penalty).


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