24.08.2016
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DEL: Haie schlagen Scorpions 5:2

Jubelnde Haie an der Bande.

Jubelnde Haie an der Bande.

Foto:

Bongarts/Getty Images

Köln -

Ihre Ehrenrunde in der Lanxess-Arena haben sich die Kölner Haie am Sonntag redlich verdient. Der 5:2 (0:0, 3:1, 2:1)-Erfolg gegen die Hannover Scorpions war das Ergebnis harter Arbeit auf dem Eis, die Zuschauer schickten die KEC-Profis mit entsprechend freundlichem Applaus in die Kabine. In der Tabelle bleiben die Kölner mit zwei Spielen weniger dem Spitzenreiter Mannheim auf den Fersen, der Nürnberg 6:3 bezwang.

KEC-Trainer Uwe Krupp war zufrieden. „Wir wussten, dass wir gegen Hannover über 60 Minuten gut spielen müssen, und das haben wir getan, das war eine gute Mannschaftsleistung“, sagte der 47-Jährige nach dem neunten Sieg im zwölften Heimspiel der Haie in der DEL-Saison 2012/13.

Hannovers Trainer Igor Pawlow, der 2009 in Köln tätig war, sah es ähnlich: „Köln hat mehr Energie investiert und war in allen Belangen engagierter als wir.“

Die Kölner bissen sich in eine schwierige Partie hinein und bescherten sich das Erfolgserlebnis, das sie nach dem Frust von München brauchten. Das 1:4, das die Haie am Freitagabend beim EHC kassiert hatten, war laut Krupp eine unnötige Niederlage. Er haderte vor allem mit der schlechten Chancenverwertung. „Es war schwer, dieses Spiel zu verlieren“, lautete sein Kommentar.

Gegen Hannover taten sich die Haie ein Drittel lang schwer. Sie wirkten ein wenig müde, ihnen unterliefen zunächst viele kleine Fehler. Dreimal stürmten die Kölner im ersten Drittel in Überzahl, ohne dabei echte Gefahr vor dem Tor von Hannovers NHL-Gast-Goalie Thomas Greiss (San Jose Sharks, ehemals Köln) zu erzeugen. Die beste Chance des ersten Abschnitts hatte Chris Minard, der bei Unterzahl vor Greiss auftauchte. Den gewohnt harten Schuss des Kanadiers wehrte der Keeper mit dem Schoner ab.
Die Haie bewiesen, dass sie in dieser Saison auch über die mentalen Qualitäten eines Spitzenteams verfügen. Sie ließen sich auch nicht von weiteren Widrigkeiten wie einem kläglich vergebenen Penalty von Charlie Stephens deprimieren, der beim Schuss abgerutscht war (23.).

Nur zwei Minuten später leistete Stephens Wiedergutmachung. Nach einem Konter überwand er Greiss zum 1:0, die Vorlage kam von Kapitän John Tripp (26.). Vor dem Führungstor hatte KEC-Keeper Aus den Birken auf der anderen Seite eine große Chance der Scorpions vereitelt. „Das war die Schlüsselszene“, fand Krupp.

Tatsächlich lief die Partie fortan für den KEC, die Tore fielen nun leichter. Auch das 2:0 ging auf das Konto der dritten Reihe, diesmal war der Slowene Rok Ticar erfolgreich (31.). Hannover kam zwar durch Maris Jass auf 1:2 heran (39.). Doch nur knapp zwei Minuten später gelang Felix Schütz aus dem Getümmel vor Greiss' Kasten das 3:1. Der Ex-Kölner Ivan Ciernik machte in der ersten Minute des Schlussdrittels das 2:3 – aber auch das warf die Haie nicht zu zurück. Humorlos setzten sie Hannover unter Druck, Ticar traf zehn Minuten später erneut, das 5:2 erzielte Minard kurz darauf – es war schon der 14. Saisontreffer des Kanadiers.

Kölner Haie: Aus den Birken – Tjärnqvist, Holmqvist – Lavallée, Müller – Lüdemann, Ankert – Robinson, Falk, Minard – Gogulla, Schütz, Weiß – Ticar, Stephens, Tripp – Ohmann, Classen, Breitkreuz. -

Zuschauer: 9123. -

Schiedsrichter: Aumüller, Krawinkel. -

Strafminuten: Köln 4/Hannover 8. -

Tore: 1:0 Stephens (25:11), 2:0 Ticar (30:11), 2:1 Jass (37:19), 3:1 Schütz (39:23), 3:2 Ciernik (40:47), 4:2 Ticar (50:41), 5:2 Minard (51:02).


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