27.07.2016
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DEL: Haie-Sieg in der Verlängerung

Brett Breitkreuz (hinten) attackiert Gregory Moore.

Brett Breitkreuz (hinten) attackiert Gregory Moore.

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Rainer Dahmen

Köln -

Lance Nethery, der prominente Neuzugang in der KEC-Geschäftsführung, blickte am Sonntag von oben aus der Gesellschafterloge aufs Eis und auf den Rücken von Coach Uwe Krupp. Von dort sah der 55-Jährige bei seinem ersten Heimspiel seit seiner Rückkehr einen 2:1 (0:0, 0:1, 1:0/1:0)-Erfolg der Haie gegen die Grizzly Adams Wolfsburg.

Trotzdem verlor der KEC dadurch die Tabellenführung wieder an die Mannheimer. Diese hatten sie am Freitag durch eine Heimniederlage gegen den wieder erstarkten Tabellenvorletzten aus Niedersachsen hergeben. Das entscheidende Tor am Sonntag erzielte Kölns Verteidiger Andreas Holmqvist.

Die Partie begann vor 9413 Zuschauern blutig. Nach einem Zusammenprall zweier Wolfsburger und des Kölners Torsten Ankert blieb Gäste-Stürmer Vinzenz Mayer liegen. Auf dem Eis war eine kleine rote Pfütze zu sehen. Die Schiedsrichter entschieden auf Matchstrafe gegen Ankert – der Kölner Verteidiger muss sich auf eine Sperre einstellen. Nach nur 75 Sekunden war damit der Charakter des Spiel definiert: Es ging hart, schnell und oft unsauber weiter.

Die Haie überstanden die fünf Minuten Unterzahl grandios, und sie hatten auch Wolfsburgs Torjäger Matt Dzieduszycki gut im Griff. Kai Hospelt, Sohn der Haie-Legende Wim Hospelt, machte dem KEC umso mehr Probleme. Danny Aus den Birken im Haie-Tor verhinderte mehrmals ein 0:1. Auf der Gegenseite kamen die Haie nur über ihre dritte Reihe mit Schütz, Weiß und Ticar gefährlich vors Tor. Die größte Haie-Chance vergab der Slowene Ticar.

Der erste Treffer der sehr umkämpften Partie fiel auf kuriose Weise. Beim Versuch, die tief gespielte Scheibe hinter dem Tor zu stoppen, geriet Kölns Torhüter Aus den Birken ins Straucheln: er rappelte sich und kehrte ins Tor zurück, doch seine Position für Hospelts Schuss auf kurzer Distanz war zu schlecht. Nach dem Rückstand drehten die Kölner auf und hatten Gelegenheiten im Minutentakt. Mal war Wolfsburgs Torhüter Sebastian Vogl zur Stelle, zwei Mal rettete der Pfosten.. Zwischendurch setzte Wolfsburg gute Konter. Aus den Birken und der Pfosten verhinderten das 0:2, Absender war natürlich jeweils Hospelt. Ebenso logisch wirkte es, dass die dritte Kölner Reihe für den Ausgleich sorgte. Ein feines Duett von Weiß und Schütz vollendete Ticar (42.) zum 1:1. Die Hektik nahm mit jeder der nicht immer souveränen Schiedsrichterentscheidungen zu. Köln ging in Überzahl in die Verlängerung, nach 34 Sekunden war sie vorbei.

Kölner Haie: Aus den Birken – Holmqvist, Tjärnqvist – Müller, Kranjc - Lüdemann, Ankert – Krupp – Minard, Falk, Gogulla – Tripp, Stephens, Robinson – Ticar, Schütz, Weiß – Riefers, Breitkreuz, Ohmann. – Zuschauer: 9413. – Schiedsrichter: Piechaczek/Sicorschi (Ottobrunn/Waldkraiburg). – Strafminuten: Haie 15+ 10 Falk + Matchstrafe Ankert/Grizzly Adams 12. – Tore: 0:1 Hospelt (23:33), 1:1 Ticar (41:53), 2:1 Holmqvist (60:34).