25.09.2016
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Kölner Stadt-Anzeiger | DEL-Playoffs: Haie kassieren Klatsche bei den Eisbären
20. March 2016
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DEL-Playoffs: Haie kassieren Klatsche bei den Eisbären

Haie in Berlin 200316

Kölns Philip Gogulla (l)

Foto:

dpa

Berlin -

Es waren erst 51 Sekunden in der Arena am Ostbahnhof gespielt, da ließen die Eishockey-Profis der Kölner Haie schon die Köpfe hängen.  Sie hatten den Start in Partie drei der Playoff-Viertelfinal-Serie gegen Berlin klassisch verschlafen. Erst ließen die Kölner  Eisbären-Stürmer T.J. Mulock über das Eis kombinieren, es ging noch gut. Dann durfte Berlin aber einen zweiten Angriff aufziehen, den Florian Busch freistehend mit dem  1:0  abschloss.

Von dem Schock erholten sich die Haie am Sonntag nicht mehr.  In einer Partie, in der es Strafzeiten hagelte, kassierten sie eine verdiente 1:5 (0:2, 0:2, 1:1)-Niederlage gegen das Teams ihres früheren Trainers Uwe Krupp, das damit in der Serie mit 2:1 in Führung ging. „Das war ein schwieriges Spiel für uns, insgesamt haben wir  zu viele Strafen kassiert“, sagte Haie-Trainer Cory Clouston.  Das nächste Duell findet am Dienstag in der Lanxess-Arena (19.30 Uhr) statt. Wer vier Partien gewinnt, zieht ins Halbfinale ein.

Rasantes erstes Drittel

Das erste Drittel verlief vor 14.200 Besuchern in der ausverkauften Berliner Arena rasant. Nach  Buschs Treffer mussten die Haie  von der  Defensiv-Taktik abrücken, die Coach  Clouston ihnen verordnet hat. Sie hätten den Rückstand schnell ausgleichen können. Aber sie nutzten– wie am Freitag in Spiel zwei, das die Haie in der Overtime mit 0:1 verloren, wieder ihre Chancen nicht und schlugen sogar  aus 84 Sekunden in doppelter Überzahl  keinen Profit (4. Minute). Marcel Ohmann kassierte dann wegen eines Fouls gegen Laurin Braun eine Spieldauer-Disziplinarstrafe (8.). Aus der  fünfminütigen Überzahl machten wiederum die Eisbären nichts. Doch als das Spiel wilder  wurde und die Rangeleien zunahmen, durften die Berliner wieder jubeln, da André Rankel den Puck  zum 2:0 in Gustaf Wesslaus Tor abfälschte (17.).  Diesen Treffer konnte der schwedische Haie-Keeper nicht verhindern, danach sollte er sich jedoch dem  sinkenden Niveau seiner Vorderleute anpassen. Endgültig verloren ging die Partie für die Haie im Mitteldrittel, das Berlin beherrschte. Mulock, dem man nachsagt, er werde für die nächste DEL-Saison in Köln unterschreiben, erhöhte auf 3:0 (33.). Spencer Machacek  legte das 4:0 nach (37.),  Jonas Müller hatte von der blauen Linie geschossen, Machacek fälschte ab; bei diesem Treffer sah Wesslau nicht gut aus.

Immerhin ließen sich die Haie nicht hängen und spielten engagiert weiter. Der Lohn war ein Tor  ihres 42-jährigen Oldies Mirko Lüdemann zum 1:4, der aus der Drehung traf (47.). Die Eisbären  kostete es aber nicht allzu viel Mühe, die Kölner Angreifer fortan von Petri Vehanens Kasten fernzuhalten – und im Powerplay durch Constantin Braun auf 5:1 zu erhöhen (53.). Da sich Wesslau am Ende wieder fing,  schossen die Berliner nicht noch mehr Tore.


Kölner Haie: Wesslau - Lalonde, Syvret - Eriksson, Mo. Müller - Ankert, Sulzer - Lüdemann - Salmonsson, Hager, Gogulla - Umicevic, Weiß, Jones - Aslund, Falk, Boucher - Ohmann, Latta, Zerressen. – Zuschauer: 14200. – Schiedsrichter: Bauer, Schukies. – Strafminuten: Berlin 34/Köln 45 + SD Ohmann +  10 Boucher, Mo. Müller.- Tore: 1:0 Busch (0:51), 2:0 Rankel (16:37), 3:0 Mulock (32:18), 4:0 Machacek (36:10), 4:1 Lüdemann (46:26), 5:1 C. Braun (52:03).