29.07.2016
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Haie-Pausenshow: Sharky oder die Eis-Girls?

Einigen Fans geht der Kult um das Haie-Maskottchen Sharky zu weit.

Einigen Fans geht der Kult um das Haie-Maskottchen Sharky zu weit.

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dpa

Köln -

Bei einigen Fans der Kölner Haie regt sich Widerstand gegen den Kult um das Maskottchen Sharky. Die Haie-Figur, die mit ihren akrobatischen Tanzeinlagen in Werbepausen für Begeisterung sorgt und es zu einem Auftritt bei Stefan Raabs „TV-total“ gebracht hat, findet offenbar nicht überall ungeteilten Anklang. Als Sharky am Sonntag beim Kölner 2:1-Sieg nach Verlängerung gegen die Grizzly Adams Wolfsburg beim „Power Break“ im Schlussdrittel wieder einmal die Eisfläche rockte, entrollten KEC-Fans in der Nordkurve ein meterlanges Transparent mit der Aufschrift. „Support your team, not your mascot“ (Unterstütze deine Mannschaft, nicht das Maskottchen), lautete die Botschaft.

Offenbar kritisierten die Anhänger, dass „Sharky“ bei seinen Auftritten oft lauteren Applaus erhält als die Haie in manchen Phasen des Spiels. Die Mehrheit in der Lanxess-Arena feierte Sharky bei seiner Breakdance- und Hip-Hop-Einlage am Sonntag allerdings wie gewohnt ab. Haie-Trainer Uwe Krupp hatte sich zuletzt sehr positiv über Sharkys Show geäußert, die auch in kanadischen Eishockey-Medien thematisiert wurde.

Haie-Sprecher gibt sich salomonisch

Haie-Sprecher Philipp Walter sagte zu der Fan-Aktion:  „Wir verstehen  es als Aufforderung dieser Fans an alle Fans, die Mannschaft zu unterstützen. Inhaltlich sehe ich nichts Verwerfliches daran, dass eine Fan-Gruppierung die Zuschauer auffordert, die Mannschaft zu unterstützen. Jeder darf seine Meinung äußern und wir lassen diese Meinung auch zu. Andererseits halte ich es für legitim, dass es Zuschauer gibt, die sich an unserem Maskottchen  erfreuen.“

Die Gestaltung  des Programms in den Power Breaks in der Lanxess Arena hatte schon einmal in dieser Saison für Gesprächsstoff gesorgt. Der KEC hatte in einigen Partien leicht bekleidete Eis-Girls mit Schaufel und Eimer aufs Eis geschickt, um die Fläche zu glätten. Seit mehreren Spielen tauchen die Frauen nicht mehr auf. „Sie machen Pause. Wir konzentrieren uns auf Sharky“, sagte Walter.