29.08.2016
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KEC gegen Ingolstadt: Minard schießt Ingolstadt ab

Kölns Nathan Robinson gegen Timothy Hambly vom ERC Ingolstadt.

Kölns Nathan Robinson gegen Timothy Hambly vom ERC Ingolstadt.

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Dahmen

Köln -

Die Kölner Haie arbeiten sich wieder an die Tabellenspitze der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) heran. Die Mannschaft von Trainer Uwe Krupp bezwang den ERC Ingolstadt am Dienstag mit 4:1 (0:0, 2:1, 2:0) und verkürzte den Rückstand auf die Adler Mannheim auf zwei Punkte. Vor 7261 Besuchern in der Lanxess-Arena, darunter sechs Gästefans, mussten die Haie härter arbeiten als es das Ergebnis vermuten lässt. Erst in der Schlussphase machte der taktisch klug spielende KEC den Sieg perfekt – sehr zur Freude des kleinen, aber lauten Publikums, das die Haie stürmisch feierte.

Das erste Spiel in Ingolstadt hatte der KEC mit 3:6 verloren, in der letzten Saison gar eine 1:7-Niederlage gegen die Panther kassiert. Auch diesmal war der ERC mit seinem starken, ausgeglichenen Kader ein unangenehmer Gegner für die Haie.

In einem flotten ersten Drittel erspielten sich die Kölner Profis nur ganz leichte Vorteile – und eine hochkarätige Chance. Nach einem Solo tunnelte der wie immer quirlige Stürmer Nathan Robinson Ingolstadts Keeper Markus Janka. Der Puck knallte gegen den Pfosten und sprang von dort vor die Linie. Fast hätte Robinson ihn noch im Nachsetzen erwischt – aber eben nur fast. Zu einer Tormöglichkeit dieser Kategorie kamen Ingolstadts Angreifer zwar zunächst nicht. Haie-Goalie Danny aus den Birken bekam dennoch schon im Anfangsabschnitt viel zu tun. Er blieb wie beim 5:2 in Mannheim am Freitag fehlerlos, war seinem Team ein starker Rückhalt.

Nach einem zähen Start ins Mitteldrittel erzielte der schwedische Verteidiger Andreas Holmqvist das 1:0 für den KEC. Bei Überzahl setzte er den Puck mit einem Schlagschuss in den Winkel (28.). Nur drei Minuten später traf glich Joe Motzko ebenfalls im Powerplay zum 1:1. Und es folgte schnell ein weiterer Schock für die Haie: Verteidiger Daniel Tjärnqvist wurde wegen hohen Stocks mit Verletzungsfolge mit einer Spieldauerdisziplinar-Strafe belegt.

Da die Ingolstädter nun aber die Disziplin vergaßen, wurde aus der fünfminütigen Unterzahl der Kölner schnell eine 4:3-Überzahl. Die Haie nutzen diesen Vorteil cool: Nach Vorlage von Holmqvist, der ohne seinen Verteidigungspartner Tjärnqvist zu bestechender Form auflief, da er mehr Verantwortung übernahm, brachte Chris Minard Krupps Team mit 2:1 in Führung.

Den Vorteil ließen sich die Haie nicht mehr nehmen. Nachdem Robinson mit Patrick Hager aneinander geraten war und auf die Strafbank musste, überstanden die Haie am Anfang des dritten Drittel eine Unterzahl. Überhaupt mussten sie hart ackern, um die immer stürmischeren Gäste im Zaum zu halten. Minard erlöste den KEC schließlich mit seinem Treffer zum 3:1, er schoss so hart aufs Tor, dass es Janka den Handschuh wegriss. Es war schon das 13. Saisontor des Kanadiers. Kapitän John Tripp erhöhte 22 Sekunden später auf 4:1.

Kölner Haie: Aus den Birken – Tjärnqvist, Holmqvist – Kranjc, Müller – Lüdemann, Ankert – Lavallée – Robinson, Falk, Minard – Gogulla, Schütz, Weiß – Ticar, Stephens, Tripp – Ohmann, Breitkreuz, Riefers. – Zuschauer: 7261. - Schiedsrichter: Brüggemann (Iserlohn), Jablukov (Berlin). – Strafminuten: Köln 15 + Spieldauer Tjänqvist /Ingolstadt 18 + 10 Conboy. – Tore: 1:0 Holmqvist (27:38), 1:1 Motzko (30:36), 2:1 Minard (36:57), 3:1 Minard (56:05), Tripp 4:1 (56:27).
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