25.07.2016
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KEC: Haie sind reif für den Titel

Philip Gogulla feiert in der Lanxess Arena seinen Siegtreffer gegen die Straubing Tigers.

Philip Gogulla feiert in der Lanxess Arena seinen Siegtreffer gegen die Straubing Tigers.

Foto:

Bongarts/Getty Images

Köln -

Die Kölner Haie stehen zum ersten Mal seit 2008 wieder in einem Playoff-Halbfinale. Sie haben ihre gute Form aus der DEL-Hauptrunde locker in die Playoffs übertragen, beim 4:1 in der Viertelfinal-Serie gegen den Außenseiter Straubing brachten sie ihre spielerische Überlegenheit perfekt zur Geltung.

Und das ist nicht selbstverständlich, wie der Fall des Hauptrunden-Ersten Mannheim zeigt, der im Viertelfinale gegen Wolfsburg mit dem Rücken zur Wand steht.

Beneidenswerte Ausgangslage

Der KEC befindet sich dagegen in einer Lage, um die ihn die Konkurrenz beneiden darf. Während es in den drei anderen Viertelfinal-Serien jeweils noch mindestens eine sechste Partie geben wird, können Uwe Krupps Profis schon regenerieren und sich in Ruhe auf den Start ins Halbfinale am Mittwoch vorbereiten.

Im Gegensatz zu den Rivalen, die sich in ihren Serien aufreiben und Kräfte sowie Personal verlieren, haben die Kölner keine Verletzten. Das hat mit Glück zu tun, aber auch mit professionellem, gut ausgeklügeltem Training. Überhaupt war die ganze Saison für die Haie bisher ein harmonischer Lauf. Es gab weder Fehleinkäufe, noch längere Ergebniskrisen, sondern ´Tabellenplatz zwei und viel Anerkennung aus der Liga, die Krupp zum Trainer und Verteidiger Andreas Holmqvist zum Spieler des Jahres wählte.

Erster Anwärter auf die Meisterschaft

Rechnet man all dies zusammen, so können sich die Kölner nicht mehr dagegen wehren, dass sie nun als erster Anwärter auf die Meisterschaft betrachtet werden. Krupp schränkt zwar ein, die Haie seien nicht „einsamer Favorit“, auch andere Teams befänden sich in guter Form. Aber was soll er auch sagen? Als Trainer muss er darauf achten, dass niemand abhebt oder arrogant wird.

Dennoch ist es so: Krupp und seine Spieler wissen, dass sie das Zeug haben, den Titel zu gewinnen. Und sie haben es sich durch viele starke Auftritte verdient, dass ihr Publikum enttäuscht wäre, wenn sie nicht mindestens das Finale erreichten.

Damit müssen die Haie nach dieser bislang perfekten Saison leben. Im Idealfall ziehen sie aus dem Druck positive Energie.


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