30.07.2016
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Kommentar zum KEC: Kölner Haie sind nun zu allem fähig

Haie in Berlin 2 280316

Jubel bei den Haien nach dem 0:3.

Foto:

imago/Contrast

Köln -

Das Besondere an der Viertelfinal-Serie zwischen Köln und Berlin war: Offiziell spielte der Tabellen-Zweite der DEL gegen den Siebten. Die Haie waren jedoch ein falscher Siebter. Die Mannschaft gehörte aus guten Gründen vor der Saison zu den Titelfavoriten. Im KEC-Team stehen viele Profis mit außergewöhnlichen Fähigkeiten – von Verteidiger Shawn Lalonde über Stürmer Patrick Hager bis Torhüter Gustaf Wesslau. Und das kam im Viertelfinale zur Geltung.

Cory Clouston hat großen Anteil am Erfolg

Ohne Trainer Cory Clouston wären sie aber nicht so weit gekommen. Im Januar, als der Kanadier den KEC von Niklas Sundblad übernahm, fand er einen Haufen ohne Haltung vor. Er formte daraus eine Mannschaft, seine Verpflichtung war ein Glücksgriff für die Haie. Mit seiner sachlichen und unaufgeregten Art bewegte der NHL-erprobte Kanadier in kurzer Zeit mehr, als er sich wohl selbst erträumte.

Oft fragte man sich, warum die Haie ihr wahres Können so lange versteckten. Aus Frustration, weil Sundblad sie nicht richtig ansprach? Oder war es eine verwöhnte Verweigerungs-Haltung – nach dem Motto: Ich strenge mich nur an, wenn mir alles gefällt? Wahrscheinlich mischten sich beide Komponenten. Dafür haben sie nun Wiedergutmachung geleistet.

Haie zu allem fähig

Man darf nicht vergessen, wen die Haie da aus dem Wettbewerb geworfen haben. Die Berliner sind ein von Coach Uwe Krupp zusammengeschweißtes Team, das die Saison über fleißig an sich gearbeitet hat – und im Viertelfinale das Pech hatte, auf den falschen Siebten aus Köln zu treffen.

Haie-Halbfinal-Gegner München ist nach einer relativ leichten Serie gegen den echten Neunten Straubing ausgeruhter als der KEC. Dafür sind die Kölner im Rhythmus, gestählt durch die Duelle mit Berlin. Und zu allem fähig.