29.07.2016
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Playoff-Viertelfinale: Haie erzwingen Entscheidungsspiel

Kölner Haie Sieg

Die Kölner Johannes Salmonsson (l-r), Alexander Sulzer und Nickolas Latta jubeln über den Sieg zum 5:1.

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dpa

Berlin -

Die Kölner Haie haben das Saisonende nach hinten verschoben. Torsten Ankert wirkte entsprechend euphorisch, als er über das 5:1 (1:0, 1:1, 3:0) des KEC über die Eisbären sprach. „Man hat uns in dieser Saison schon oft abgeschrieben, und wir sind immer wieder gekommen“, sagte der KEC-Verteidiger, der daran am Samstag großen Anteil hatte.

Im zweiten Drittel hatte er das 2:1 für die Haie geschossen und ihnen damit den Weg zum überlebenswichtigen Erfolg geebnet. In der Playoff-Viertelfinal-Serie steht es 3:3, am Ostermontag (14.30 Uhr) kommt es in der Arena am Ostbahnhof um 14.30 Uhr zum Showdown zwischen Berlin und Köln. Wer gewinnt, steht im Halbfinale.   „Ich hatte nie das Gefühl, dass wir das Spiel heute verlieren“, sagte KEC-Kapitän Moritz Müller. „Auch nach dem 2:1 stand das Spiel aber noch auf der Kippe. Der Nagel im Sarg waren erst das 3:1 und  4:1.“ Haie-Trainer Cory Clouston befand: „Wir haben verzweifelt um unsere Chance gekämpft und das Momentum heute auf unsere Seite gezogen.“

Kölner Haie Sieg1

Die Kölner Alexander Sulzer (r) und Nickolas Latta (l) jubeln über den Sieg zum 5:1.

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Erstes Tor nach 61 Sekunden

In den Spielen drei und fünf war den Eisbären jeweils ein frühes Tor gelungen. Am Samstag schlugen die Haie schnell zu: Nach 61 Sekunden markierte Frederik Eriksson per Schlagschuss das 1:0, Petri Vehanen im Berliner Tor war die Sicht versperrt. In allen fünf Partien dieser ausgeglichenen Viertelfinal-Serie hatte zuvor jeweils das Team gewonnen, das das erste Tor geschossen hatte. Das Gesetz hielt.

Die Eisbären ließen sich von Erikssons Treffer nicht schocken und spielten genauso wie die Haie aggressiv und mit viel Tempo, die Kölner hatten aber am Anfang Vorteile  – und hätten nachlegen müssen. Ryan Jones, der das fünfte Spiel nach einem Armbruch bestritt, tauchte zweimal allein vor Vehanen auf. Erst in der 16., dann in der 21. Minute. In beiden Fälle kostete es den finnischen Eisbären-Goalie wenig Mühe, die Scheibe abzufangen.

Haie zittern im zweiten Drittel

Das bizarre zweite Drittel war Knackpunkt. Es schien sich zu rächen, dass die Haie ihre Chancen hatten liegen lassen. Denn auf der anderen Seite gingen die Berliner effektiver zu Werke – und kamen durch Petr Pohl zum 1:1 (24.). Schön angespielt von Frank Hördler, zimmerte er den Puck mit einem Schlagschuss in die Maschen. Pohl hatte viel Platz, da ihn die Kölner Verteidiger nicht auf dem Schirm gehabt hatten, Gustaf Wesslau im Haie-Tor hatte hier keine Chance.

Danach spielten die Eisbären mehr als zehn Minuten Powerplay, obwohl sie nicht in Überzahl auf dem Eis waren. Sie schnürten die Haie ein, denen in dieser Phase die Kraft auszugehen schien. Mit Einsatz, Glück und Wesslaus Paraden verhinderten sie aber einen weiteren Berliner Treffer. Nachdem sich die Kölner am Ende des Mitteldrittels etwas befreit hatten, schloss Ankert, bedient von Dragan Umicevic, einen Konter mit dem Tor zum 2:1 ab. Sein Schuss ins kurze Eck sah nicht unhaltbar aus, den Zuschauern war es egal. Sie feierten den Kämpfer enthusiastisch, der in der ganzen Hauptrunde nur zwei Tore geschossen hatte.

Das Drittel endete mit einer Keilerei zwischen Alexander Weiß und Mark Olver, die Frank Hördler eingeleitet hatte. Die Eisbären gingen in Unterzahl ins Schlussdrittel und kassierten eine weitere Strafe gegen Jens Baxmann. Elf Sekunden drei gegen fünf überstanden sie. Bei vier gegen fünf gelang Alexander Sulzer mit einer Direktannahme nach einem Traumpass von Umicevic das 3:1 (43.).  Berlin fand sich mit der Aussicht auf ein siebtes Spiel noch nicht ab und spielte weiter mit Zug zum Kölner Tor. Marcel Noebels scheiterte aus kurzer Distanz an Wesslau (50.). Nachdem aber Johannes Salmonsson in der 53. Minute auf 4:1 erhöht hatte, war klar, dass sich die Teams am Ostermontag in Berlin wiedersehen. Den 5:1-Endstand machte Philip Gogulla perfekt (55.).