24.08.2016
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Mercedes-Sportchef: Wolff offenbar abgehört und erpresst

Mercedes-Sportchef Toto Wolff.

Mercedes-Sportchef Toto Wolff.

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Getty Images

Hamburg -

Mercedes-Sportchef Toto Wolff (41) ist in einem vertraulichen Gespräch angeblich abgehört und mit den pikanten Details der Unterhaltung später erpresst worden. Das berichten die Bild-Zeitung und Sport-Bild.

In dem Gespräch soll sich Wolff despektierlich über Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, Teamchef Ross Brawn und Niki Lauda, Vorsitzender des Aufsichtsrates des Mercedes-Formel-1-Teams, geäußert haben. Zudem soll der Österreicher brisante Details über seine Anteile am Williams-Rennstall preisgegeben haben, die er eigentlich veräußern wollte, als er bei Mercedes die Nachfolge von Norbert Haug angetreten hatte.

Wolff war für den SID zu einer Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. „Er genießt unser volles Vertrauen und soll seine erfolgreiche Arbeit fortsetzen“, sagte Jörg Howe, Kommunikationschef der Daimler AG: „Wir wissen, dass die Formel 1 ein Haifischbecken ist. Wenn man erfolgreich ist, wird man mit Dreck beworfen.“

Das besagte Gespräch zwischen Wolff und Colin Kolles, ehemaliger Teamchef des Rennstalls Hispania Racing, soll am 18. Februar 2013 in Barcelona stattgefunden haben. Danach habe Kolles die Unterredung als Gedächtnisprotokoll niedergeschrieben. Wolff behauptet laut Sport-Bild, danach habe Kolles ihn aufgefordert, eine bestimme Summe zu zahlen. Ansonsten würde er die Informationen an die Öffentlichkeit bringen. (sid)