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Mittelrheinliga: Nierfeld ist in der Liga angekommen

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Oliver Manteuffel
Nierfelds Oliver Manteuffel (rechts) (Bild: Magro/Weingarten)

TSV Hertha Walheim – Euskirchener TSC 0:0

An der nötigen Einstellung, die bei der 0:2-Auftaktniederlage gegen den TuS Oberpleis noch zuwünschen übrig ließ, haperte es diesmal nicht. Ganz im Gegenteil: Der ETSC kämpfte von Beginn an aufopferungsvoll und verdiente sich den Punktgewinn in diesem Duell der Fußball-Mittelrheinliga am Ende redlich. Die Gäste begannen beim starken Aufsteiger vielversprechend und erspielten sich in den ersten 20 Minuten auch Torchancen, die aber Valdon Halimi und Peter Drosdziok nicht nutzen konnten. „Danach haben wir aus unerklärlichen Gründen völlig den Faden verloren“, kritisierte ETSC-Trainer Nino Flohe, der mit ansehen musste, wie sein Team gehörig unter Druck geriet und mehrere brenzlige Situationen nur mit Glück überstand. Eine davon in der 25. Minute, als ETSC-Keeper Josef Griesehop einen Elfmeter verschuldete, den er allerdings anschließend parieren konnte. „Mit dem 0:0 waren wir zur Halbzeit noch bestens bedient“, musste Flohe zugeben.

Nach dem Wechsel fassten seine Spieler jedoch neuen Mut und zeigten sich auch in der Offensive selbstbewusster. Erst vergab Jörg Jordan, ehe dann Angreifer Peter Drosdziok mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen wurde (72.). „Danach haben wir in Unterzahl eine tolle Moral bewiesen“, lobte Flohe, der sogar beinahe noch hätte jubeln dürfen. Pech hatte nämlich Christoph Hemmersbach mit einem Freistoß und anschließend auch der eingewechselte Daniel Thonke, der in der Nachspielzeit eine Möglichkeit nicht nutzen konnte. „Dies wär aber wohl des Guten zu viel gewesen“, sagte Flohe.

ETSC: Griesehop, Saar (46. Lamsfuß), Hemmersbach, Rose,Kunst, Golz, Jordan, Schroden, Kuzmanovic (75. Thonke), Halimi (70.Herbrand), Drosdziok.

FC Wegberg-Beeck – SV Nierfeld 1:1 (0:0)

Zehn Minuten vor dem Spielende sah schon alles danach aus, als müsste der Mittelrheinliga-Aufsteiger SV Nierfeld nach dem 0:4 zum Start gegen Hennef beim Favoriten aus Wegberg-Beeck die nächste Niederlage einstecken. Dann allerdings fasste sich Mittelfeldspieler Oliver Manteuffel aus gut 25 Metern ein Herz und versenkte den Ball zum umjubelten 1:1-Endstand im Tor der Gastgeber. „Dieser eine Punkt beim Topfavoriten zeigt mir, dass wir jetzt in der Liga angekommen sind“, war Trainer Achim Züll nach der Partie voll des Lobes für seine Mannschaft. Die nämlich hatte seine Vorgaben, das Spiel aus einer geordneten Deckung heraus anzugehen und bei Gelegenheit Nadelstiche zu setzen, perfekt umgesetzt. So blieb den Gastgebern zwar ein optisches Übergewicht, viel mehr allerdings nicht. Letztlich war Wegberg-Beeck mit dem Unentschieden sogar gut bedient, denn kurz vor dem Abpfiff verfehlte erneut Manteuffel mit einem Freistoß knapp den Siegtreffer für den Aufsteiger.

SV Nierfeld: Vergaro, Peiffer, B. Jansen, Löher, Manteuffel, Müller, Scheidtweiler, Winkler, Leßenich, Marek, M. Jansen (90. Löbach). Tore: 1:0 Dagistan (68.), 1:1 Manteuffel (80.).

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