29.07.2016
Aktuelle Nachrichten aus Köln und der ganzen Welt

Angela Merkel wünscht Glück für EM-Finale gegen Spanien: Deutsche Handballer greifen nach den Sternen

Die deutsche Mannschaft bei der Hymne vor dem Halbfinale gegen Norwegen.

Die deutsche Mannschaft bei der Hymne vor dem Halbfinale gegen Norwegen.

Foto:

imago/East News

Krakau -

Ihren emotionalen Siegesrausch hatten die deutschen Handballer schnell abgehakt. In Schlabberhosen und mit den Händen in den Hosentaschen schlenderten Bundestrainer Dagur Sigurdsson und seine Handball-Helden am Tag nach dem Halbfinal-Schocker gegen Norwegen durch die Tauron Arena von Krakau - jenen Ort, wo sie am Sonntag deutsche Sport-Geschichte schreiben können. „Die Vorfreude ist riesengroß, das Ende ist in Sicht“, sagte Sigurdsson dem SID mit einem fast schelmischen Grinsen.

Nach dem hoch dramatischen 34:33-Erfolg nach Verlängerung kann der Isländer das Finale gegen Spanien kaum erwarten. Am Sonntag (17.30 Uhr/ARD) geht es nicht bloß um die Revanche für die Auftakt-Niederlage vor zwei Wochen (29:32), es geht vor allem um den ersten großen Titel einer deutschen Handball-Nationalmannschaft seit dem WM-Sieg 2007 im eigenen Land und den zweiten EM-Titel nach 2004.

Angela Merkel ruft Dagur Sigurdsson an

„Jetzt geht es für beide Mannschaften um alles oder nichts“, sagte Sigurdsson: „Wir sind in der Underdog-Rolle, das liegt uns ganz gut. Ich habe ein gutes Feeling.“ Gute Wünsche fürs Finale gab es auch von höchster Stelle. Bundeskanzlerin Angela Merkel rief den Bundestrainer persönlich an. „Die deutsche Mannschaft hat uns auf ihrem Weg durch das Turnier mit ihrer Leidenschaft und ihrem Kampfgeist mitgerissen. Fürs Finale drücke ich mit Millionen von Fans die Daumen“, sagte Merkel.

Der Isländer weiß: Gelingt dem jüngsten aller EM-Teams am Sonntag tatsächlich der Gipfelsturm, winkt ganz nebenbei auch die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele in Rio. „Viel größer kann die Vorfreude nicht sein“, sagte Rune Dahmke dem SID. Der Linksaußen vom THW Kiel hatte die deutsche Mannschaft gegen Norwegen überhaupt erst im Spiel gehalten, als er 19 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit eiskalt zum Ausgleich verwandelte. „Wir haben in diesem Turnier gezeigt, dass wir eine Mannschaft sind, die immer alles reinlegt“, so Dahmke: „Jetzt wollen wir die letzte Hürde natürlich auch noch nehmen.“

Lesen Sie im nächsten Abschnitt, wie sich die Mannschaft auf den Finalgegner Spanien vorbereitet.

nächste Seite Seite 1 von 2