27.07.2016
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Viererbob: Maximilian Arndt holt Weltmeistertitel

Maximilian Arndt, Marko Huebenbecker, Alexander Roediger und Martin Putze im Viererbob in St. Moritz.

Maximilian Arndt, Marko Huebenbecker, Alexander Roediger und Martin Putze im Viererbob in St. Moritz.

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dpa

St. Moritz -

Bei Halbzeit der Viererbob-Entscheidung hatte Maximilian Arndt noch Rückstand. Doch bei Kaiserwetter in St. Moritz lieferte der Oberhofer mit seiner Crew am zweiten Tag eine Galavorstellung ab und überzeugte damit nicht nur die Konkurrenz.

Fürst Albert von Monaco gehörte zu den ersten Gratulanten des neuen Viererbob-Weltmeisters. Der ehemalige Pilot konnte sich nach der Galavorstellung von Maximilian Arndt einen Vergleich mit den Größten der Sportart nicht verkneifen. „Der Max kann ein so guter und erfolgreicher Pilot werden wie Wolfgang Hoppe und André Lange. Er hat das Fahrgefühl und den Ehrgeiz wie die beiden“, lobte der Monegasse. Derweil jubelte die erfolgreiche Crew und streichelte immer wieder den WM-Pokal.

„Besser kann es nicht sein. Das ist so geil. Wir sind einfach nur glücklich“, sagte der 25 Jahre alte Pilot freudestrahlend. Am zweiten Tag der Entscheidung hatte er voll auf Angriff gesetzt, extra noch einmal die Kufen gewechselt. „Wir haben alles auf eine Karte gesetzt mit dieser Kufenwahl. Wenn es geschneit hätte, wären die Probleme sehr groß geworden. So aber hat Max schon im dritten Lauf Subkow den Zahn gezogen“, frohlockte Bundestrainer Christoph Langen, der nach eigener Aussage im entscheidenden Lauf kurzzeitig eine Pulsfrequenz von über 200 hatte. Am Ende hatte Arndt 0,47 Sekunden Vorsprung vor Alexander Subkow. Steven Holcomb aus den USA wurde Dritter.

Entscheidenden Anteil am Sieg hatten auch Arndts bärenstarke Anschieber Marco Hübenbecker, Alexander Rödiger und Martin Putze. „Sie haben mich im dritten Lauf förmlich durch die Bahn geprügelt. Sie haben einen brutal guten Job gemacht“, lobte Arndt seine Crew. Eine Schrecksekunde musste aber auch die Mannschaft des neuen Champions überstehen. Im dritten Lauf berührte er in der Horse-Shoe-Kurve die Bande.

„Das hat ihn aber nicht aus der Ruhe gebracht. Er ist weltmeisterlich gefahren“, bemerkte der Bundestrainer und gab zu, dass es als Trainer wesentlich aufregender ist als wenn man selbst an den Lenkseilen sitzt. „Man weiß auf Naturbahnen nie, woran man ist. Da kann der kleinste Wetterumschwung schon alles durcheinanderbringen. Doch das bessere Ende hatten diesmal wir“, sagte der Coach. (dpa)