28.08.2016
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Weltmeisterschaft: Zwei Mal Gold für deutsche Rodler

Felix Loch

Felix Loch

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dpa

Whistler -

Angeführt von Überflieger Felix Loch und den Doppelsitzern Tobias Wendl und Tobias Arlt haben die deutschen Rodler einen perfekten Start in die Weltmeisterschaft gefeiert. Auf seiner Gold-Bahn von 2010 im kanadischen Whistler war Olympiasieger Loch am Freitag (Ortszeit) erneut nicht zu bremsen und fuhr überlegen seinen vierten WM-Titel ein. Hinter dem 23-Jährigen komplettierten Andi Langenhan und Johannes Ludwig den deutschen Dreifacherfolg. Wendl/Arlt fuhren bei den Doppelsitzern vor ihren Teamkollegen Toni Eggert und Sascha Benecken ihren ersten WM-Sieg ein.

Drei Jahre nach seinem Olympiasieg demonstrierte Loch einmal seine Ausnahmestellung. Mit Nummer eins ging der Titelverteidiger ins WM-Rennen - und schockte die Konkurrenz gleich mit einer Fabelzeit. Lediglich seine deutsche Teamkollegen Langenhan und Ludwig konnten im ersten Durchgang noch einigermaßen mit Loch mithalten.

Im entscheidenden Lauf ließ der junge Berchtesgadener dann nichts mehr anbrennen und sicherte sich souverän seinen vierten Titel nach 2008, 2009 und 2012. Damit ist der 23-Jährige der erfolgreichste deutsche Rodel-Mann bei Weltmeisterschaften. „Ich bin einfach rundum glücklich heute“, sagte Loch. Für den zweimaligen Weltmeister David Möller, der in diesem Jahr bereits zwei Weltcup-Siege holen konnte, blieb nur der undankbare vierte Platz. Langenhan holte nach Bronze 2008 und 2011 seine dritte WM-Medaille.

Zuvor hatte bereits der Bayern-Express von Wendl/Arlt für Jubel im deutschen Lager gesorgt. Überlegen schaffte das Duo endlich den ganz großen Coup und fuhr nach Silber 2008 erstmals zum WM-Titel. Bislang hatte das Unternehmen WM für Wendl/Arlt unter keinem guten Stern gestanden. 2011 stürzten sie im italienischen Cesana, bei der Heim-WM vor einem Jahr in Altenberg mussten sie als Vierte eine bittere Niederlage hinnehmen. „Nach dem Pech der letzten Jahre bei Weltmeisterschaften ist die Erleichterung jetzt sehr groß“, sagte Steuermann Wendl. „Gott sei Dank hat es nun endlich geklappt.“

Hinter Wendl/Arlt, die den deutschen Doppelsitzern den ersten WM-Sieg seit 2008 bescherten, landeten Eggert/Benecken wie schon im vergangenen Jahr auf dem zweiten Platz. Drei Jahre nach ihrem Olympiasieg in Whistler mussten sich die Österreicher Andreas und Wolfgang Linger mit Platz drei begnügen. (dpa)