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Noch 52 Tage: Günther: „Ungewohnter Erwartungsdruck“

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Sprinterin Leena Günther  Foto: Rainer Dahmen
Ich bin bisher zwei Rennen gelaufen, eins in Jena und eins in Weinheim. Die Zeiten sind noch ausbaufähig, 11,45 Sekunden mit zu viel Rückenwind und 11,65. Ich habe mich eigentlich ziemlich gut gefühlt, das lag auf jeden Fall nicht daran, dass ich nicht fit bin.
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Köln

Ich bin bisher zwei Rennen gelaufen, eins in Jena und eins in Weinheim. Die Zeiten sind noch ausbaufähig, 11,45 Sekunden mit zu viel Rückenwind und 11,65. Ich habe mich eigentlich ziemlich gut gefühlt, das lag auf jeden Fall nicht daran, dass ich nicht fit bin. Die Leistungen im Training waren gut, technisch ist im Training auch alles super. Ich konnte das im Wettkampf bis jetzt nur noch nicht abrufen. Das ist ein bisschen schade, aber ich bin nicht todtraurig.

Der Druck ist gerade in diesem Jahr besonders hoch, es fehlt mir noch die Lockerheit. Ich war im letzten Wettkampf zu verkrampft und wollte es unbedingt. Aber wenn man es unbedingt möchte, klappt es halt meistens nicht. Jetzt habe ich am Wochenende noch einen Wettkampf in Mannheim, und eine Woche später sind dann Deutsche Meisterschaften in Wattenscheid. Dort wird entschieden, wer bei der EM Ende Juni in Helsinki läuft. Und da besteht dann die letzte Chance, sich für die Olympischen Spiele zu qualifizieren.

Mit der Nationalstaffel haben wir in Jena getestet. Da wäre ich auch gelaufen, an Position vier, aber nach einem Patzer beim ersten Wechsel sind wir gar nicht so weit gekommen. In Weinheim sind dann die anderen noch mal gelaufen, ohne mich, weil ich im Einzel zu langsam war. Die Staffel ist sehr gut gelaufen, eine der besseren Zeiten der letzten Jahre. Nicht dabei gewesen zu sein ist natürlich schade, aber ich weiß, dass die Staffel mit mir mindestens genauso gut gelaufen wäre. Ich bin in eine zweiten Staffel mitgelaufen, und wir haben immer einen Biomechaniker dabei, der das alles auswertet. Dabei kam raus, dass ich auf jeden Fall fit war und in der ersten Staffel zu einer guten Zeit hätte beitragen können. In Mannheim am Wochenende laufen wir jetzt noch mal, ich hoffe, dass ich da dann wieder dabei bin.

Mit Blick auf die Nominierung für die Olympiastaffel haben sich jetzt schon einige Läuferinnen ganz gut gezeigt, aber das Team steht noch nicht fest. Wenn ich jetzt gut laufe, kann ich mich genauso gut wieder ins Spiel bringen. Bisher ist nur Tatjana Pinto aus Münster in 11,19 Sekunden unter der Olympianorm, die bei 11,29 liegt, geblieben. Das hat mich überrascht, sie ist ein Jahr jünger als ich, dadurch kenne ich sie ganz gut. Bisher ist sie immer so in dem Bereich gelaufen wie ich. Sie hat offenbar ein richtig gutes Rennen erwischt. Ich denke, dass Europameisterin Verena Sailer die Norm auch noch laufen wird. Wir hatten bisher aber immer eine Lotterie mit dem Wetter. Mal war zu viel Wind, mal in einem Lauf Rücken- und im anderen Gegenwind. Man ist halt ganz schön darauf angewiesen, dass das Wetter mitspielt.

Es kann sein, dass bei der EM in Helsinki eine andere Staffel läuft als bei Olympia, da im Zeitplan die Staffel und die 200 Meter kollidieren. Wer die Einzelnorm geschafft hat, soll diese Strecke natürlich laufen können. Über 100 Meter liegt die EM-Norm bei 11,37, das ist eigentlich machbar für mich. Momentan laufen das aber relativ viele Läuferinnen in Deutschland, wir haben jedoch nur drei Startplätze. Nur die Norm zu haben reicht also nicht unbedingt aus.

Ich möchte auf jeden Fall noch in diese Leistungsregion kommen. Aber so viele Möglichkeiten haben wir jetzt nicht mehr, uns zu zeigen. Und wenn dann das Wetter nicht passt, hat man noch mehr Druck. Aber eigentlich bin ich guter Dinge, ich habe noch nichts abgeschrieben. Meine Starts im Training sind besser als im letzten Jahr, würde ich sagen. Das ist immer mein Schwachpunkt gewesen, den habe ich auf jeden Fall verbessert. Es ist wirklich Kopfsache, das im Wettkampf auch abrufen zu können. Vorher hatte ich noch nie diese Probleme, aber vorher hatte ich auch noch nie so großen Druck. Es lief immer von alleine, da habe ich mich gefreut, wenn es für eine Norm gereicht hat. Jetzt habe ich mir zum ersten Mal die Norm wirklich vorgenommen. Ich weiß, dass ich dafür richtig schnell laufen muss und dass da noch ganz viele andere sind, die sich auch für die Staffel empfehlen wollen. Das ist schon eine spezielle Situation. Aber man wächst ja mit seinen Aufgaben.

Aufgezeichnet von Susanne Rohling

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