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Real Madrid: Cristiano Ronaldo trifft ins eigene Tor

Cristiano Ronaldo trifft bei Real Madrid ins eigene Netz und verhilft dem Abstiegskandidaten FC Granada zu einem unverhofften 1:0-Sieg über den spanischen Fußballmeister. Es war das erste Eigentor Ronaldos ins seiner gesamten Profikarriere. Foto: REUTERS
Real Madrid hat sich mit einer 0:1-Schlappe beim Abstiegskandidaten FC Granada endgültig vom Titelkampf in Spanien verabschiedet. Ausgerechnet ein Eigentor von Cristiano Ronaldo besiegelte die Niederlage.
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Madrid. 

Tor von Cristiano Ronaldo - aber auf der falschen Seite: Der Superstar trifft bei Real Madrid ins eigene Netz und verhilft dem Abstiegskandidaten FC Granada zu einem unverhofften 1:0-Sieg über den spanischen Fußballmeister. Der Treffer war das erste Eigentor des Portugiesen in seiner gesamten Profi-Karriere. „Cristiano mal umgekehrt“, titelte die Zeitung „El Mundo“ am Sonntag.

Weder bei Sporting Lissabon noch bei Manchester United war ihm ein solches Missgeschick unterlaufen. Ronaldo verlängerte am Samstagabend in der 22. Minute einen Eckball von Nolito unglücklich über seinen Schlussmann Diego López hinweg ins Real-Tor. Der FC Granada, das Team mit der zweitschwächsten Angriffsreihe der Primera División, kam so zu seinem ersten Sieg über die „Königlichen“ seit 39 Jahren.

„Damit hat Real sich definitiv vom Titelkampf verabschiedet“, meinte das Sportblatt „As“. Die Aufregung bei den Madrilenen hielt sich allerdings in Grenzen. Trainer José Mourinho hatte schon vor Wochen angedeutet, dass er den Rückstand zum FC Barcelona für uneinholbar hält.

Die ohne den gelbgesperrten Mesut Özil angetretenen Madrilenen begannen die Partie desolat. Ihnen gelang in der ersten Halbzeit kein einziger Schuss auf das Tor des Außenseiters. Özils Landsmann Sami Khedira wurde in der Pause gegen José Callejón ausgewechselt. Nach dem Wechsel steigerte Real sich ein wenig, spielte aber gegen die aufopferungsvoll um den Klassenerhalt kämpfenden Andalusier kaum Chancen heraus. „In der ersten Hälfte wollte Real nicht, in der zweite konnte es nicht“, resümierte das Sportblatt „Marca“.

Mourinho ging mit seinen Spielern hart ins Gericht. „Die erste Halbzeit war grauenhaft“, beklagte sich der Trainer. „Ich verstehe auch nicht, weshalb einige Akteure erschöpft waren, obwohl sie am Mittwoch (beim 1:1 im Pokal gegen FC Barcelona) pausiert hatten.“

Er zog auch über Kommentatoren her, die die Ansicht vertreten hatten, die Profis hätten bei Real das Heft selbst in die Hand genommen und daher das Spiel der „Königlichen“ in letzter Zeit deutlich verbessert. „Wenn wir gewinnen, liegt es nach Ansicht der Presse daran, dass die Spieler Selbstverwaltung praktizieren. Aber wenn wir verlieren, hat der Trainer die Schuld“, witzelte Mourinho.

Von den fünf Punktspielniederlagen in dieser Saison kassierte Real allein vier in Andalusien. Die Madrilenen gingen in allen Gastspielen bei den Clubs in Südspanien — Betis und FC Sevilla, FC Málaga und FC Granada - als Verlierer vom Platz. (dpa)

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