Stadt Leverkusen
Nachrichten und Bilder aus den Leverkusener Stadtteilen

Vorlesen
10 Kommentare

Autobahnplanung: Einfluss nehmen, bevor es zu spät ist

Erstellt
Die Stelzenautobahn in Leverkusen vom Wasserturm aus fotografiert. Foto: Ralf Krieger
Das Netzwerk gegen Lärm will in Sachen Autobahnplanung sofort mit an den Tisch und fordert, dass Bürger mehr an den Planungen beteiligt werden. Erhard Schoofs, Fraktionschef der Bürgerliste fordert Sondersitzung des Rates.  Von
Drucken per Mail
Leverkusen

Die Stadt wartet, anderswo werden Nägel mit Köpfen gemacht. Diese Ansicht vertritt Friedrich Jonas. Der Sprecher des Netzwerks gegen Lärm hat am Freitag zwei Bürgeranträge vorgelegt mit dem Ziel, eine bessere Beteiligung der Bürger an der Ausbauplanung für die Autobahnen in Leverkusen zu erzwingen. „Wir sehen, dass die Planungen bei Straßen NRW in großen Schritten weitergeführt werden“, schreibt Jonas. Über Alternativen werde „nicht einmal ansatzweise“ mit den Bürgern gesprochen, sondern in Sachen Rheinbrücke, Ausbau der Stelzenautobahn und Erneuerung des Leverkusener Kreuzes Pläne festgezurrt ohne Beteiligung der Stadt.

„Daher halten wir es für unerlässlich, eine direkte Akteneinsicht für den Rat und die Interessengemeinschaften zu fordern. Die Akteneinsicht sollte allumfassend sein“, heißt es in beiden Anträgen, die der Stadtrat am besten in einer Sondersitzung behandeln sollte. Das forderte am Freitag Erhard Schoofs, Fraktionschef der Bürgerliste. Im Netzwerk Lärm begrüßt man zwar den Stadtratsbeschluss, unter Leitung der neuen Baudezernentin Andrea Deppe einen Arbeitskreis zu gründen, der die Verkehrsplanung eng begleitet. Aber die Bürger befürchten, dass das zu lange dauert: Deppe tritt ihr Amt am 1. Juli an; vorher passiert nichts. „Wir möchten umgehend einen Arbeitskreis bilden“, so Jonas. Er könne zunächst kommissarisch geführt werden. Die Erwartungen an das Gremium sind groß: Es soll „Alternativen zur bestehenden Planung und ein Gesamtkonzept für den Autobahnausbau entwickeln“ so Jonas. Gedacht ist an Entlastungsstrecken für das Leverkusener Kreuz und die Rheinbrücke – mithin an eine weitere Rheinquerung.

Um so etwas leisten zu können, will das Netzwerk Lärm den Verkehrsplaner Bernhard Steinauer ins Boot holen. Der Aachener Professor hat zuletzt im Bürgerauftrag untersucht, ob eine Umgehungsstraße für Hitdorf sinnvoll ist. Nach Meinung des Netzwerks ist Steinauer auch der richtige Mann, um mit den Straßenplanern des Landes grundsätzlich zu diskutieren. Die, so Jonas’ Eindruck, ließen sich derzeit von Bürgerinteressen nicht beirren. Die aber „werden sich mit dem Zugeständnis der Farbauswahl für die Brücke nicht zufrieden geben“. Genau so viel Einfluss hatte im Januar Michael Heinze vom Düsseldorfer Verkehrsministerium den Leverkusenern eingeräumt.

Auch interessant
Umfrage - Schiffsbrücke

Zu Ostern wird die Schiffsbrücke in der alten Wuppermündung eröffnet. Freut Sie das?

FACEBOOK
Schule an Rhein und Wupper
Special

Wie steht es um die Schulen an Rhein und Wupper? Informationen, Termine und Projekte in unserem Special.

Nachwuchs-Autoren

Szene, Lifestyle, Trends, coole Events: Schüler, Studenten und Auszubildende schreiben für junge Leute.

Kleinanzeigen
Toplinks