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Bahnallee: Molitor: Kein Grund zur Panik

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Foto: Ralf Krieger
Der Ex-Regionale-Chef Reimar Molitor sieht Finanzierung der Bahnallee nicht gefährdet. Damit widerspricht er einem Brief von Landesverkehrsminister Michael Groschek, den dieser an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn verschickt hatte.
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Opladen

Die Sorgen, dass für die Bahnallee nach Jahren der Planung plötzlich kein Geld mehr da ist, sind unbegründet. So sieht es jedenfalls Reimar Molitor, früherer Chef der Regionale 2010 und mittlerweile geschäftsführender Vorstand des Vereins Region Köln/Bonn. „Die Bahnallee in Opladen ist kein Neubauprojekt. Sie ist nach Vorgaben der Landesregierung geplant und mit dem kommunalen Finanzrahmen bis 2019 genehmigt worden“, sagte er am Mittwoch dem „Leverkusener Anzeiger“. Der Brief, den Landesverkehrsminister Michael Groschek verschickt habe, sei auch nicht in dieser Hinsicht zu verstehen, glaubt Molitor, der als Geschäftsführer der Regionale 2010 – zu deren wichtigsten Projekten zählte die Bahnstadt – mit dem Vorhaben vertraut ist.

Ein Brief von Groschek, der sich mit der Landesförderung von Straßen befasst und den er unter anderem an Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn geschickt hatte, liest sich so, als betrachte der Düsseldorfer Verkehrsminister die Opladener Bahnallee als Neubauprojekt. Ob für so etwas noch Geld vorhanden ist, sei aber „außerordentlich zweifelhaft“: Die Reparatur von Straßen habe Vorrang. Erst recht, nachdem sich die Bundesregierung geweigert habe, die Fördermittel aufzustocken.
Das reichte Buchhorn, um die Politiker zu alarmieren. Und am Mittwochnachmittag war die anscheinend wieder wackelige Finanzierung der Bahnallee – ohne die das Planungskonzept für den Anschluss der Bahnstadt an die Opladener City keinen Sinn ergibt – Thema in der Sitzung des Aufsichtsrats der Bahnstadt-Gesellschaft.

Vorsitzender Paul Hebbel sieht die Sache allerdings ähnlich wie Reimar Molitor: „Ich bin optimistisch, dass wir eine Lösung finden. Genau wie bei der Verlegung des Gütergleises. Die ist zwischendurch ja auch als unmöglich bezeichnet worden“, sagte Hebbel. Vera Rottes, Geschäftsführerin der Bahnstadt-Gesellschaft, hat nach dem Groschek-Brief schon ein mulmigeres Gefühl. „Wir müssen noch einmal deutlich machen, dass die Bahnallee keine neue Sache ist. Sondern wichtiger Baustein des Bahnstadt-Projekts, das schon seit 2000 mit dem Land immer wieder besprochen wurde.“

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Rottes setzt – wie übrigens auch Buchhorn – darauf, dass sich der neue Landesverkehrsminister schon überzeugen lassen wird, wenn er erst einmal die Neue Bahnstadt besichtigt hat. Einen Termin hat der OB schon ausgemacht. Bisher ist Groschek bei seinen Besuchen in Leverkusen nicht über das Widerlager der Autobahnbrücke hinausgekommen. Eine Visite in Opladen soll im September nachgeholt werden. Unterdessen gehen die Vorbereitungen im Rathaus weiter: Im Moment werden die Planung ausgeschrieben und die städtischen Mittel für 2014 bereitgestellt. (ger, tk)

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