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Bayer 04: Völler steht Rede und Antwort

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Ehrung vieljähriger Mitglieder, die auch für die Tradition von Bayer 04 stehen, mit Rudi Völler (li.), Jürgen Gelsdorf (3. v. li.) und Friedhelm Renno (4. v. li.).  Foto: Ralf Krieger
Rudi Völler hat rund 50 Mitglieder bei der Abteilungsversammlung von Bayer 04 Rede und Antwort gestanden. Völler gab Auskunft zum Trainerduo, den Spielern Friedrich und Schürrle und der aktuellen Lage der Werkself.  Von
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Tradition war eines der beherrschenden Themen der Abteilungsversammlung der Fußballer von Bayer 04. Schon zu Beginn schickte Friedhelm Renno vom Ältestenrat einige Giftpfeile Richtung Ruhrgebiet: „Wenn da von einem gewissen Herrn Watzke aus Dortmund behauptet wird, wir wären kein Traditionsklub, dann erinnere ich daran, dass wir 1904 gegründet wurden und die Borussia erst fünf Jahre später.“ Dass Wolfgang Holzhäuser zu diesem Thema den Ball zunächst flach gehalten habe, bezeichnete Renno als vollkommen richtig: „Auf solch flache Aussagen wie die von Watzke muss man nicht antworten.“ Rund 50 Mitglieder waren in den Presseraum der BayArena gekommen. Holzhäuser fehlte ausnahmsweise. Der Geschäftsführer der Fußball GmbH musste wegen eines wichtigen Sponsorentermins auf den sonst üblichen Besuch der Versammlung verzichten. Dafür stand Sportchef Rudi Völler ausführlich Rede und Antwort.


Zum Trainerduo: „Wir planen weiterhin mit Sascha Lewandowski und Sami Hyppiä, daher haben die beiden ja auch einen Dreijahresvertrag erhalten. Bisher haben sie ihre Arbeit ganz hervorragend gemacht. Wir sind aber keine Träumer. Diese Konstellation ist etwas Außergewöhnliches. Jeder von ihnen wird sich auf seine Art weiterentwickeln und irgendwann seinen eigenen Weg gehen. Verhältnisse wie bei Werder Bremen werden wir bei uns sicher nicht erleben.“

Zu Manuel Friedrich: „Er ist ein toller Junge, offen und ehrlich, und spielt seit sechs Jahren bei uns eine wichtige Rolle in der Defensive. In dieser Saison hat er wenig Einsatzzeiten. Wir hätten gerne für ein Jahr verlängert. Aber Manuel sieht, dass seine sportliche Situation nicht besser wird und will jetzt mit 34 wohl nach Asien oder Australien wechseln. Dass er bis zuletzt alles für uns geben wird, daran besteht kein Zweifel.“

Zu André Schürrle: „Ein Spieler mit außergewöhnlichen Qualitäten. Dass er ins Grübeln kommt, wenn plötzlich Anfragen von Chelsea oder anderen großen Klubs kommen, ist doch normal. Ebenso, dass Fans Kritik äußern, wenn es mal nicht so läuft. Damit muss er leben. Ich schätze seine ehrliche Art. Die ist mir lieber als Rumeierei und lieber als Spieler, die nach einem Tor alibimäßig ihr Emblem auf dem Trikot küssen. André wird für uns noch Riesenspiele machen, da bin ich sicher.“

"Die Jugendabteilung ist das Herz"


Zu Standardsituationen: „Zugegeben, wir haben keinen klassischen Schützen, der die Bälle über die Mauer zirkelt, wie es beispielsweise Ronny bei Hertha BSC kann. Die Bälle fallen ja wie Tellerminen ins Tor. Im Training werden die Standards natürlich geübt, da klappt es besser als im Spiel.“

Zur Nachwuchsförderung: „Das Herz und die Basis des Vereins ist die Jugendabteilung. Für uns ist es wichtig, die Spieler nicht nur fußballerisch, sondern auch pädagogisch zu betreuen. Das sollen anständige Kerle werden. Auch in den kommenden Jahren wollen wir junge Talente nach Leverkusen holen.“

Zur aktuellen Lage: „Wir haben in der Liga eine sehr gute Ausgangsposition und wollen die auch am Samstag im Topspiel gegen die Bayern in der BayArena behaupten. Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Champions League erreichen. Daher werden wir den Kader auch im Defensivbereich verstärken müssen.“


Abteilungsleiter Jürgen Gelsdorf bezeichnete das vergangene Jahr auch ohne einen Titelgewinn bei der Jugend oder einer Vizemeisterschaft bei den Profis wie noch 2011 als „zufriedenstellend“. Schließlich sei es auch gelungen, erneut einige Talente an die Anforderungen des Profifußballs heranzuführen. Dass bei Bayer 04 Tradition groß geschrieben wird, unterstrich auch Michael Kentschke, der gemeinsam mit Vater Gerhard Kentschke und Wolfgang Fabian jene Traditionself managt und betreut, die eine Vielzahl von Spielen für gute Zwecke absolviert und den Verein weit über die Stadtgrenzen hinaus vorzüglich repräsentiert habe. Nach all den Worten und den Ehrungen vieljähriger Mitglieder blieb zum Abschluss genügend Zeit zum Plauschen bei einem Kaltgetränk. So, wie es sich für einen Traditionsverein gehört.

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