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Benefizspiel: Bayer-Profis spielen für guten Zweck

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Sami Hyypiä am Ball Foto: Ralf Krieger
22.000 Euro sind bei dem Benefizspiel zwischen einer Bayer-Traditionself und einer Auswahl des italienischen Restaurants „Casa Ducale“ für die krebskranke Nastasia zusammengekommen. Auch Hyypiä spielte mit.  Von
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Leverkusen

Wenn Bayer-04-Teamchef Sami Hyypiä  zum ersten Mal mit der Traditionself aufläuft, ist das  etwas Besonderes.  Doch der Auftritt des sympathischen Finnen auf dem Kunstrasenplatz des VfL Leverkusen war am Mittwochabend nicht das Hauptthema. Im Mittelpunkt stand die an Krebs erkrankte  Nastasia Szczycinski (26). Die Gespräche auf der Sportanlage im Schatten der Bay-Arena drehten sich um die junge Rheindorferin – und um das, was die Leverkusener für sie auf die Beine gestellt haben.

Rund 1500 Besucher waren zum Benefizspiel der Bayer-04-Traditionsmannschaft gegen ein Team des Restaurants „Casa Ducale“ gekommen. Zu Freunden und Familie von Nastasia gesellten sich viele Leverkusener, die die 26-Jährige nicht persönlich kennen, aber sie  im Kampf gegen ihre Krankheit unterstützen wollen.

Zum Beispiel Pero Kvesic, Wirt aus dem „Brauhaus Janes“ in Küppersteg. 500 Ćevapčići und ebenso viele Bratwürste hatte der Gastronom den Organisatoren gespendet. „Ich helfe gerne und denke, jeder sollte tun, was er kann“, sagte Kvesic und fügte nach einem Blick über die Anlage hinzu: „Schön, dass so viele Menschen gekommen sind. Ich kann mich nicht erinnern, hier bei einem Spiel schon mal so viele Leute gesehen zu haben.“

Zu den fünf Euro Eintritt, die jeder Zuschauer zahlte, kamen die Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie der Tombola. Dutzende Freiwillige hatten sich bei den Organisatoren –  Roberto Ciulla aus dem „Casa Ducala“ sowie  Jakup Mamuti   und Traditionself-Keeper Daniel Galic –  gemeldet, um am Mittwochabend Bier zu zapfen, zu grillen oder an der Abendkasse zu stehen.

Nastasia Szczycinski, die vor Anpfiff der Partie von den Fußballern im Mittelkreis begrüßt wurde,  war überwältigt: „Ich weiß nicht, wie ich meinen Dank in Worte fassen kann. Das, was hier passiert, ist   unglaublich.“ Die Produktdesignerin  kämpft gegen eine fortgeschrittene Tumor-Erkrankung, bei der sich Krebszellen in den Hirnhäuten und im Rückenmark festsetzen. Sie und ihre Familie setzen Hoffnung in eine Behandlung in den USA, die privat finanziert werden muss.  Seit Wochen laufen deshalb diverse Spendenaktionen in der Stadt.

Nastasia Szczycinski (links) hat den Kampf gegen den Krebs verloren.
Nastasia Szczycinski (links) hat den Kampf gegen den Krebs verloren.
Foto: Ralf Krieger

„Proben aus Nastasias Nervenwasser sind auf dem Weg nach Amerika“, berichtete ihre Schwester Kamila. Vor einigen Tagen hatte Nastasia ihre vorerst letzte Wirbelsäulenbestrahlung; noch fällt ihr das Gehen schwer. „Aber soweit geht es mir gut, die Nebenwirkungen der Bestrahlung klingen ab und ich kann wieder besser schlucken. Durch die Bestrahlung war meine Speiseröhre angegriffen “, erzählte die Patientin. In der kommenden Woche soll eine MRT-Untersuchung klären, ob die Bestrahlung erfolgreich gewesen ist. Ihren Optimismus hat die junge Leverkusenerin jedenfalls nicht verloren. Zuversichtlich sagte sie: „Es wird beim MRT nichts mehr zu sehen sein!“

Nicht jammern, sondern kämpfen lautet Nastasias Motto, von dem sich auch Schirmherr Gonzalo Castro beeindruckt zeigte. „Ich habe über Freunde von  Nastis Schicksal  erfahren und sie vor ein paar Wochen auch schon persönlich kennengelernt. Es ist toll, was aus dieser Hilfsaktion entstanden ist, und ich hoffe, dass ganz viel Geld für sie zusammenkommt“, sagte der Mittelfeldspieler von Bayer 04.

Castro selbst spielte nicht, konnte aber ein Tor seines Trainers  Sami Hyypiä sehen. Mit 7:4-Toren gewann die Traditionself; viel wichtiger als das Ergebnis war aber das „Drumherum“.  Neben den aktuellen Profis Gonzalo Castro, Ömer Toprak und Sebastian Boenisch waren auch die Ex-Werkself-Spieler Tranquillo Barnetta, Hans Sarpei, Ulf Kirsten und der Brasilianer Robson Ponte vor Ort.  Ihre Autogramme waren ebenso gefragt wie die der „Oldies“ Carsten Ramelow, Hans-Peter Lehnhoff und Jens Nowotny. Der erste Kassensturz ergab, dass rund 22 000 Euro für Nastasia zusammengekommen sind.









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