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Campus: Motivationshilfe für die Regierung

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Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, Bayer-Vorstand Wolfgang Plischke, Fachhochschul-Präsident Christoph Seeßelberg, Lanxess-Vorstand Werner Breuers und Staatssekretär Helmut Dockter (von links) freuen sich auf den Campus Leverkusen. Foto: Ralf Krieger
Bayer und Lanxess fördern den Fachhochschul-Campus in der Neuen Bahnstadt mit einer Million Euro. Studenten, die derzeit noch im Leverkusener Chempark unterrichtet werden, sollen bald in die Bahnstadt umziehen.  Von
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Opladen

Die Worte Signal und grünes Licht fielen gleich mehrfach. Das passte natürlich ganz besonders gut, ging es doch um ein Vorhaben auf dem ehemaligen Opladener Bahngelände. Eine Million Euro spenden Bayer und Lanxess dem Fachhochschul-Campus in der Neuen Bahnstadt Opladen. Sie unterstützen damit das Forschungs- und Lehrangebot für Studierende der Technischen und Pharmazeutischen Chemie, die derzeit noch im Leverkusener Chempark unterrichtet werden und in naher Zukunft einen Neubau in der Bahnstadt beziehen sollen.

Signal an die Landesregierung

Das Signal gilt der Landesregierung, die endlich grünes Licht für einen baldigen Baubeginn geben soll, bisher aber noch darüber nachdenkt, wie die Finanzierung geregelt werden soll. Es geht um etwas weniger als zehn Millionen Euro für die Ausstattung des Gebäudes. Die liegt nämlich aufgrund der besonderen Anforderungen an die Labors auf einem technisch deutlich höheren Niveau, als es das Wissenschaftsministerium einer Fachhochschule - im Gegensatz zu einer Universität - gewöhnlich zubilligt.

Während das Land noch grübelte, machten Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn und Fachhochschul-Präsident Christoph Seeßelberg gemeinsam mit Bayer und Lanxess Nägel mit Köpfen. Um der Landesregierung klarzumachen, dass auch die heimische Chemie-Industrie das Vorhaben nachhaltig unterstützt, spenden die beiden Unternehmen jeweils 500 000 Euro, mit denen unter anderem eine Stiftungsprofessur und die Entwicklung eines Masterstudiengangs finanziert werden sollen. Buchhorn verkündete diese gute Nachricht gestern Nachmittag zusammen mit Seeßelberg und Bayer-Vorstandsmitglied Wolfgang Plischke sowie Werner Breuers vom Vorstand der Lanxess AG im Wasserturm der Altstadtfunken auf dem Bahnstadt-Gelände. Dabei räumten Plischke und Breuers aufrichtig ein, nicht vollkommen uneigennützig zu handeln: Beide Konzerne benötigten in Zukunft eher noch mehr kluge und gut ausgebildete Köpfe, um die ständig wachsenden Herausforderungen der Globalisierung meistern zu können. Unabhängig vom Geld habe sich in den Gesprächen gezeigt, dass die Fachhochschule und die Unternehmen bei der Ausbildung der Studenten und der Weiterbildung ihrer Fachkräfte noch viel enger zusammenarbeiten können. Diese Erkenntnis werde sich schon bald beim Dualen Studiengang für Technische Chemie und bei Fortbildungsmodulen für Lanxess-Mitarbeiter niederschlagen, kündigte Breuers an.

Staatssekretär Helmut Dockter vom Wissenschaftsministerium vernahm die Botschaft sehr aufmerksam. Die Lücke im Finanzierungsdach sei fast geschlossen, sagte er. Er sei mehr als zuversichtlich, dass der Startschuss für den Neubau bald fallen werde.

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