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Campusbrücke: Brückenschlag zum Opladener Zentrum

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Die Campusbrücke in Opladen. Foto: Ralf Krieger
Lange haben die Opladener darauf gewartet, nun ist es endlich soweit: Ab Mittwoch verbindet die neue Campusbrücke das Opladener Stadtzentrum mit der Neuen Bahnstadt. 1, 4 Millionen wurde in die Brücke investiert.  Von
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Opladen

Fällt zwischen rostigen Stahl und Lärchenholz das Licht, dann huscht ein feines Schattenspiel über die Gleise. Wie weggewischt wirkt die Wucht der Brache. Die Erinnerung an die ursprüngliche Beschaffenheit des Orts, an den Arbeitsfleiß im Ausbesserungswerk, soll bleiben. Viel Symbolik ist mit der neuen Campusbrücke zu verbinden, die Oberbürgermeister Buchhorn gestern mit zahlreichen Gästen und Neugierigen einweihte So elegant und leicht, wie sich das Bauwerk als große Gräte vom Widerlager Ost zum Widerlager West schwingt, entsteht beim Brückenläufer oder dem Radfahrer der Eindruck, dass es soviel Ortsverbundenheit und Historie auch tatsächlich trägt. Einschränkend mögen viele Opladener nun sagen, dass die Situation vonseiten der Bahnallee im Moment noch gar nicht schön ausschaut. Ein gigantisches Gerüst trägt eine Stahltreppe, um die sich eine trogförmige Rampe mit sechsprozentiger Steigung windet.

"Wie ein riesige Kullerbahn, ein Murmelspiel", präzisiert Vera Rottes, die Geschäftsführerin der neuen Bahnstadt Opladen. Aber sie verteidigt das gut eine Viertelmillionen Euro teure Provisorium sofort. Das war die Bedingung, dass sich der Campus hier ansiedelt. Fußläufig sollen die Studenten an ihre Fachhochschule kommen. Auch die Bewohner der Neuen Bahnstadt brauchen eine nahe Verbindung in die Stadt, damit sie nicht ins Auto steigen und andernorts einkaufen.

Fleischlos grillen - geht das?

Mitte Dezember 2016 muss die Bahn Gütergleise verlegt haben. Dann werden die Gerüste wieder abgebaut. "Nachhaltiger geht es gar nicht", sagt Architekt Roman Schieber vom Stuttgarter Büro Knippers Helbig. Ist der provisorische Brückenabgang einmal fort, soll ein schleifenartiger Abschluss an die große Gräte ansetzen, der in das neu entstehende Gelände ohne Gleise führt. Rottes freut es, dass bereits die ersten Radfahrer und ein Rollstuhlfahrer die Brücke samt Provisorium für gut befanden.

Studienbetrieb ab 2015

Pfarrer Heinz Peter Teller und Assessor Hans-Michael Bach gaben dem neuen Bauwerk ihren Segen und wünschten, dass es Verbindung schaffen möge. Denn so ist es gedacht. Die neue Fahrrad- und Fußgängerbrücke zwischen der Werkstättenstraße und der Bahnallee soll dazu beitragen, dass die bisher durch die Gleise getrennten Stadtteile in Ost und West zusammenwachsen.

Die 1,4 Millionen Euro teure Campusbrücke verbindet dann das städtebaulich neu erschlossene Gelände des ehemaligen Bahnausbesserungswerks. Wohnbauten aber auch ein neuer Fachhochschulstandort sind dort vorgesehen. Der "Campus Leverkusen" soll als elfte Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften in zentraler Lage auf dem Gelände der neuen Bahnstadt Opladen entstehen. Die Aufnahme des Studienbetriebes in Opladen ist für das Wintersemester 2015/16 geplant.

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