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City C: Ein Investor für den Befreiungsschlag?

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Foto: Ralf Krieger
Ein Befreiungsschlag für die heruntergekommene City C kann nur gelingen, wenn ein Investor mindestens alle Ladenflächen übernimmt. Zu diesem Schluss kommt der Leverkusener Geograph Hanno Hotz in seiner Diplomarbeit über das Einkaufszentrum.  Von
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Wiesdorf

Die Bestandsaufnahme fällt eher schrecklich aus. Die Lage für die City C ist verfahren. Wie der Leerstand in der Passage – er liegt bei rund 80 Prozent – überwunden werden kann, ist selbst einem intimen Kenner der Verhältnisse nicht recht klar: Mark Scheer, der seitens der WGL die riesige Immobilie verwaltet, macht im Interview mit dem Geographie-Diplomanden Hanno Hotz ein paar Rechnungen auf, die eine Gemeinsamkeit haben: Sie gehen nicht auf. Trotzdem: Ohne einen Großinvestor ist das Problemgewirr, das zum Niedergang der City C geführt hat, wohl nicht zu lösen. Zu dieser Auffassung gelangt Hotz, nachdem er in seiner Diplomarbeit mehrere Eigentumsmodelle diskutiert hat (siehe „Was sollte wem gehören...“) Denn: „Die aktuellen Besitzverhältnisse und Eigentümerstrukturen wirken sich in Anbetracht der dargelegten Situation hemmend auf alle Ebenen des Entscheidungsprozesses aus.“

Entscheidend, schreibt Hotz, ist ein aktives Management mindestens der Ladenflächen. Kämen die Büros dazu, ergäbe sich mehr Spielraum. Der sei dringend notwendig: Hotz konstatiert eine „innere Blockadehaltung“ unter den Eigentümern der City C. Die werde bisher auch nicht durch ein Center-Management gestört. Das unterscheidet die City C nicht nur von der neuen Rathaus-Galerie, sondern auch von den Luminaden, in denen prinzipiell die gleichen schlechten Voraussetzungen herrschen. Dort aber hat man sich entschlossen, Werner Nolden das Management anzuvertrauen.

Hotz hält so etwas auch in der City C für unabdingbar. Aber das wäre angesichts der dramatischen Lage nur ein Schritt. Den Befreiungsschlag, so das Ergebnis seiner wissenschaftlichen Untersuchung, kann nur ein Aufkäufer führen: „Kein Investor arbeitet gerne mit Eigentümergemeinschaften als Vertragspartner.“ Allerdings hätte ein Aufkäufer schnell mit Problemen zu kämpfen: Kaum wäre der erste Deal abgeschlossen, „schnellen die Erlöserwartungen der Eigentümer in die Höhe, was die Gesamtkaufkosten in unrentable Bereiche treiben würde“, so Hotz in Anlehnung an Verwalter Mark Scheer.

Wie man so etwas in den Griff bekommt? Indem der Investor mit dem Kauf so lange wartet, bis er einige der Immobilien, im besten Fall einen Großteil, bei Zwangsversteigerungen erwerben kann. Das käme zwar einem „Sterben auf Raten“ für die Immobilienbesitzer gleich – „andererseits ist ein derartiges Vorgehen mit dem Vorgehen klassischer Projektentwickler zu vergleichen und demzufolge vom Ansatz her nicht ungewöhnlich“, heißt es in Hotz’ Arbeit. Nur die Konzentration der Flächen in einer Hand schaffe die Voraussetzungen, das architektonisch aus heutiger Sicht verkorkste Einkaufszentrum fit zu machen für neue Mieter. Die wollen keine Flächen wie sie ausgerechnet in den größten Ladenlokalen – denen einst von Woolworth und C&A genutzten – finden: mit runden Stützpfeilern mitten im Raum, die frei wählbaren, flexiblen Einteilungen entgegen stehen. Für Hotz steht nach der Untersuchung der City C außer Frage: Einige Gebäude müssen weg – das ist das mindeste, um wieder auf einen grünen Zweig zu kommen.

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