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City-Werbegemeinschaft: Es gibt nicht nur Problemzonen

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Im Fokus der Werbegemeinschaft und des Oberbürgermeisters: Wehmeyer.  Foto: Ralf Krieger
Auf ihrem Neujahrsempfang hat die City-Werbegemeinschaft über die Lage in der Innenstadt informiert. Trotz unattraktiver City C, mangelhaftem Marktplatz und Leerständen an vielen Stellen im Zentrum gebe es auch positive Zeichen.  Von 
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Wiesdorf

Braucht der frühere Wehmeyer einen grundlegenden Umbau, um wieder vermietet werden zu können? Reinhard Buchhorn brachte am Montag eine Umgestaltung des Gebäudes ins Spiel – mit seinen vielen Halbgeschossen entspreche der Bau nicht mehr den heutigen Anforderungen. Das hätten die Vermarktungsversuche ergeben. Der Bau steht an einer strategisch wichtigen Stelle der City. Deshalb hat sich der Oberbürgermeister in die Angelegenheit eingeschaltet.

Ebenso im Fokus: die Kirchenpavillons.
Ebenso im Fokus: die Kirchenpavillons.
Foto: Ralf Krieger


Auch deshalb wurde Buchhorn ausgiebig vom Vorsitzenden der City-Werbegemeinschaft, seinem Parteifreund Frank Schönberger, gelobt, bevor sich der OB mit der Situation Lage in der Innenstadt befasste. Die nehme insgesamt eine positive Entwicklung, urteilte Buchhorn unter Hinweis auf wiederum gestiegene Besucherzahlen. Dass es aber nicht nur die Masse machen kann, wurde auf dem Neujahrsempfang der City-Werbegemeinschaft auch deutlich: Im Frühjahr werden Kölner Geografie-Studenten nicht nur die Besucher zählen, sondern auch ermitteln, wo sie hingehen – und wo sie wegbleiben. Daraus erhoffe er sich weitere Aufschlüsse, „wo wir eingreifen müssen“, sagte Buchhorn im Schulungsraum des Kaufhofs. Von dem blickt man auf Herz-Jesu und die Pavillons am Marktplatz. Über die machen sich nicht nur der OB nebst diversen Stadtratsmitgliedern, sondern auch die Führung der Werbegemeinschaft Gedanken. Und alle sehen den Plan der Kirchengemeinde mit Skepsis, an den lichten Flachbauten nichts zu ändern und sie alsbald wieder zu vermieten. Und zwar langfristig.


Buchhorn wie auch Schönberger ziehen aus Gesprächen mit dem neuen Pfarrer Ralf Hirsch die Hoffnung, dass die Kirche sich doch noch nicht endgültig entschieden hat und sich Ideen für eine Marktplatz-Gestaltung vielleicht verwirklichen lassen. „Mit ein paar kosmetischen Operationen wird das meines Erachtens nichts“, so Buchhorn.

Was aus der City C wird, ist völlig unklar.
Was aus der City C wird, ist völlig unklar.
Foto: Ralf Krieger

Stadt steht gut da


Dass aus der City C in ihrer heutigen Gestalt noch einmal etwas wird, ist noch deutlich unwahrscheinlicher. Mit Blick auf die Besitzverhältnisse der seit langem beinahe geschäftsfreien Einkaufspassage schöpft der OB nicht viel Hoffnung, dass die Immobilie – eigentlich eine 1-a-Lage – in absehbarer Zeit wieder angemessen belegt wird: „Mit 150 bis 180 Eigentümern umgibt sich kein Investor.“ Schönberger hatte zuvor mit Blick auf die beiden mehrstöckigen Ladenlokale in der City C, die einst von C & A und Woolworth bespielt wurden, festgestellt: „In Städten unserer Größenordnung gibt es nur einen Großflächenbetreiber. Das ist der Kaufhof.“


Trotz City C, mangelhaftem Marktplatz, „schrecklicher Papierkörbe mit Ferkel-Aufklebern“ und Leerständen an vielen Stellen im Zentrum sind sich der OB und der Chef der Werbegemeinschaft einig, dass die Stadt ganz gut dasteht. Die Lage zwischen Köln und Düsseldorf habe nicht nur negative Effekte, sagte Buchhorn. Sie biete auch Chancen, denn: „Köln wird in der Innenstadt unbezahlbar und in den Randbereichen zunehmend unattraktiv.“ Da könne Leverkusen punkten – solange die Besitzer von Ladenlokalen vernünftige Mieten verlangten und die Betreiber nicht strangulierten. Nach Schönbergers Auffassung sollten Ladenlokale am Rand der City auch gar nicht mit Gewalt aufrechterhalten werden: „Da kann man durchaus auch mal zu Büro- oder sogar Wohnnutzungen kommen.“

Die Papierkörbe mit Ferkel-Aufkleber sollen weg.
Die Papierkörbe mit Ferkel-Aufkleber sollen weg.
Foto: Ralf Krieger
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