Auf dem Parkplatz am Dhünnberg sollen Häuser gebaut werden. Anstelle der Schwimmbecken könnte eine „hochwertige Wohnbebauung“ entstehen. Aber wo bleibt das Wasser des Schwimmbads Auermühle? Drei Varianten gibt es in der Verwaltungsvorlage unter dem Arbeitstitel „Weiterentwicklung des Geländes Auermühle“, die nun in verschiedenen Ausschüssen beraten und am Montag, 18. März, im Rat entschieden werden sollen. Variante eins sieht immerhin den teilweisen Erhalt des Schwimmbads und einen Umbau des Nichtschwimmerbeckens zum Mehrzweckbecken vor.
Das Freibad Auermühle war für viele Leverkusener Familien ein beliebter Ausflugsort.
Foto: Ralf Krieger
Allerdings: „Wirtschaftlich ist ein Weiterbetrieb nur durch die Übernahme des weiterhin sehr hohen Defizits und weiterer baulicher Investitionen, durch den vorliegenden Sanierungsaufwand in Höhe von rund zwei Millionen Euro möglich“, heißt es in der Vorlage. Darüber hinaus würden die Geräusche aus dem das Freibad dazu führen, dass Wohnbauten am oberen Parkplatz nicht vermarktet werden könnten.
Fortbestand unwahrscheinlich
„Wir gehen davon aus, dass der Traum von der Rettung der Auermühle ausgeträumt ist“, bedauert Hans Günter. Er hatte mit zahlreichen Mitstreitern als Vorsitzender eines Bürgervereins für das Bad in Schlebusch gekämpft. Mit viel Muskelhypothek und Unterstützung des Sportparks hatten die Bürger den Fortbestand für die Saison 2011 möglich gemacht. Doch der Regen machte einen Strich durch die Rechnung. Dann beschloss der Rat, das Bad einzumotten und für Günter war das bereits das Signal, „dass aus dem Bad nichts mehr wird. Dann wären die Pumpen ganz kaputt gegangen und wer hätte die Sanierung bezahlen können?“ Er glaube nicht mehr daran, dass ein Investor das Schwimmbad erhalten werde. Der Schlebuscher Bauunternehmer Klaus Müller (HKM) hatte sich für die Auermühle interessiert und seine Verbundenheit betont – aber auch, dass er dort bauen wolle.
Immerhin gibt es in der Variante drei zum Thema „Kleinteiliges Wohnen“ den Vorschlag, einen Schwimmteich anzulegen. Für eine solche Freizeitanlage aber gelten laut Verwaltung hinsichtlich der Geräuschimmission strenge Landes-Richtlinien. Aufgrund der schlechten Einsehbarkeit müsse mehr Personal zur Sicherheit bereit gestellt werden, das Wasser häufiger untersucht werden.

