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Einkaufszentren: Stadtteile schneiden gut ab

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Atmosphäre und Architektur gut, Angebot ausbaufähig: Die Schlebuscher Fußgängerzone im Spiegel einer Befragung. Foto: Ralf Krieger
Kölner Geographie-Studenten haben in Wiesdorf, Opladen und Schlebusch Kunden unter anderem zu Einkaufsmöglichkeiten und -atmosphäre befragt. Die Stadtteile schneiden nicht schlecht ab, dennoch bleiben Wünsche offen.  Von 
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Leverkusen

Wiesdorf zieht junge Leute an, Opladen steht noch ganz gut da, und Schlebusch ist was für das ältere, qualitätsbewusste Publikum. Diese Schlüsse lassen sich – neben einigen anderen – aus einer Erhebung ziehen, die Kölner Geographie-Studenten in den vergangenen eineinhalb Wochen in den drei Einkaufszentren angestellt haben. 446 Passanten haben sich jeweils acht bis zehn Minuten ausfragen lassen. Das sind genug, um durchaus repräsentative Ergebnisse zu bekommen. „Plus, minus fünf Prozent“ beträgt nach Angaben von Boris Braun die Abweichung.

Der Geographie-Professor hat die Studie zusammen mit Amalie Bernzen betreut, 16 Studenten haben sich an einem Freitag, einem Samstag, einem Montag und einem zusätzlichen Kontroll-Samstag – es war der vorige – in die drei Fußgängerzonen gestellt, gefragt und gezählt. Die Ergebnisse stellten sie am Montag in Schlebusch vor, die Wirtschaftsförderung Leverkusen hatte ins Alte Bürgermeisteramt gebeten. Interessant ist, wie dominant Wiesdorf inzwischen ist. Nur die City zieht Kunden aus allen Stadtteilen und auch dem Umland an. Neben Langenfeld und Monheim ist auch der Kölner Nordosten recht stark vertreten. Insgesamt aber kamen gut drei Viertel der Befragten aus der Stadt. Und die äußerten auch klare Vorstellungen, was gut ist und was man noch verbessern könnte.

Nur Köln ist Konkurrenz

Dass es Wiesdorf an Atmosphäre und architektonischem Reiz fehlt, ist eigentlich keine große Überraschung. Dass aber Opladen in diesen Kategorien noch ein bisschen schlechter wegkommt, erstaunte doch manchen. In der Schönheitswertung lag Schlebusch wesentlich besser – hier wurden am ehesten Angebotslücken bemängelt, das aber hauptsächlich von jüngeren Befragten. Die hatten aber auch in Wiesdorf noch Wünsche: Bestimmte Marken fehlen, obwohl die Rathaus-Galerie schon viel bietet. Überhaupt, das Einkaufszentrum: In der Publikumsgunst steht es sehr gut da. Im Dunstkreis des Neubaus werden Architektur und Atmosphäre deutlich besser bewertet als am westlichen Ende der Fußgängerzone.

Und die Rathaus-Galerie hat auch dafür gesorgt, dass Leute häufiger als früher nach Leverkusen kommen. Jedenfalls, wenn sie jung sind. Das ältere Publikum fühlt sich vom Angebot weniger angesprochen und kommt sogar seltener. Egal, ob Wiesdorf, Opladen oder Schlebusch: Der Anschluss ans Bus- oder Bahnnetz wird durchweg positiv bewertet. Auch an den Parkverhältnissen gibt es nichts zu kritisieren – auch nicht in Opladen. Und wer ist die Konkurrenz von Leverkusen? Auch da gibt es eine Überraschung: Köln, und zwar nur. Düsseldorf spielt praktisch überhaupt keine Rolle, wenn es um große Anschaffungen geht. Das Verhältnis in Prozent: 91 zu 3.

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