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Einzelhandel: Im Endspurt die Ruhe bewahrt

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Karin und Hans-Peter Hortien lassen es bei einer Latte Macchiato erst einmal ruhig angehen. Der Vortag war für sie stressig genug.  Foto: Britta Berg
Auch der letzte Samstag vor Weihnachten hat dem Einzelhandel gute Umsätze beschert. Die Kunden kauften gelassen die letzten fehlenden Geschenke. Wir haben uns in der Innenstadt umgehört.  Von
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Leverkusen

Entspannt sitzen Karin Hortien und ihr Ehemann Hans-Peter bei milden Wintertemperaturen vor der Bäckerei Efferoth und gönnen sich erst einmal eine Latte Macchiato und ein Brötchen. Dass sie sich gleich ins Getümmel des letzten Samstags vor Heiligabend stürzen müssen, um noch einige kleine Geschenke zu besorgen, kann sie nicht aus der Ruhe bringen. „Das, was wir seit gestern Abend erlebt haben, kann nichts mehr toppen“, sagt Karin Hortien. „Wir saßen bis spät abends bei der Polizei.“ Nachdem sie nur kurz ihr Auto verlassen hatte, um etwas abzuholen, habe ein Dieb die Gelegenheit genutzt, das Auto aufgebrochen und Hortiens Handtasche geklaut, die sie auf dem Sitz hatte liegen lassen, weil sie eben sofort wiederkommen wollte. „Der muss mich beobachtet haben“, vermutet die Leverkusenerin. „Da war wirklich alles drin. Vom Handy über die Geldbörse bis hin zu der Einkaufsliste für Heiligabend.“ Nur an den Aal, den sie auf dem Markt bestellt hatte, kann sie sich noch erinnern. „Den müssen wir jetzt gleich noch abholen.“

Tiefenentspannt ist auch Papa Torsten Keller (31), der es sich mit Baby Joshua Joel auf dem Schoß auf einer der Massageliegen im Untergeschoss der Rathaus-Galerie bequem gemacht hat. Joshua Joel wippt zufrieden auf seinen kleinen Babybeinen und sabbert quietschvergnügt. „Es ist sein erstes Weihnachtsfest“, sagt Keller. Während seine Frau mit den beiden älteren Söhnen im Computerspielegeschäft gegenüber noch nach einigen Geschenken sucht, hält Keller draußen die Stellung. „Sonst haben wir aber schon alle Geschenke. Das ist heute hier eher Unterhaltung für uns als Stress.“ Grund für Stress haben auch Dorothea und Wieslav Sroka nicht. Mit riesigen Kaufhoftüten laufen sie durch die Fußgängerzone Richtung Marktplatz. „Wir haben es schon geschafft“, sagt Dorothea Sroka. Ein Blick in die Tüten offenbart ein Paradies für die sechs kleinen Enkelinnen der Srokas: Knallig pinke Spielzeughunde in der Größe eines echten Schoßhundes. „Die kriegen alle das Gleiche, damit sich keiner streitet.“ Einfach, aber effektiv. „Heute war die einzige Gelegenheit, wo ich mal in die Stadt konnte, um was zu besorgen“, sagt Dorothea Wieslav. „Sonst muss ich immer arbeiten und habe keine Zeit.“ Um dem großen Trubel zu entgehen, sind die beiden Leverkusener extra früh in die Stadt gefahren. „Aber es ist ja gar nicht so voll hier.“

Gut vorbereitet


Das wundert auch Marcel Bugea (32), der beim Elektroniker Saturn noch nach einem passenden Geschenk für seinen Vater gesucht hatte. „Sonst habe ich schon alle Geschenke, aber für meinen Vater hatte ich lange keine Idee. Da musste ich heute noch mal in die Stadt, aber so schlimm wie gedacht ist es nicht.“ Selbst bei Saturn geht es entspannt zu. Keine langen Schlangen an der Kasse, keine Schlachten um den Kundenberater. „Vielleicht mache ich das jetzt immer am letzten Wochenende“, sagt David Akosta grinsend. Der 44-Jährige steht am Tresen des Schmuckgeschäfts Pandora und lässt sich von einer Verkäuferin die Kettenanhänger zeigen. „Meine Frau hat da sowas angedeutet . . .“, sagt er.

Heute ist er nicht der einzige Mann in den Schmuckläden der Rathaus-Galerie. Auch bei Oro Vivo blicken ratlose Männer in die Auslagen. „Gerade vor Weihnachten kommen doch auch viele Männer, die sonst eher nicht kommen“, sagt die Verkäuferin bei Pandora. „Die meistens sind schon von ihren Frauen vorbereitet, was die Wünsche betrifft. Sie wissen dann schon genau, was die Frau sich wünscht.“ Oder die Frau komme direkt mit. Mit einem roten Päckchen in der Einkaufstüte verlassen auch die Freundinnen Pia Honsdorf (21) und Dana Schöler (19) die Rathaus-Galerie. „Jetzt haben wir wirklich alle Geschenke“, sagt Schöler. Bluse, schicker Rock oder Hose sind auch schon im Kleiderschrank. „An Heiligabend machen wir uns schon immer schick. Aber selbst die Klamotten habe ich schon“, sagt Pia Honsdorf. Leverkusen ist vorbereitet auf die Weihnachtsfeiertage.

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