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Feuerwache Steinbüchel: Vorläufig keine Ampelregelung

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Irgendwo unter dem Beton liegen leere Kabalkanäle für eine mögliche Ampel. Foto: Ralf Krieger
Die Stadt muss keine 80 000 Euro für eine Ampelanlage bei der neuen Steinbücheler Feuerwache ausgeben. Aber die Ampel-Frage ist nicht endgültig vom Tisch. Leere Kabelrohre für einen eventuellen Bau mussten vorsorglich verlegt werden.  Von 
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Bei manchem wächst der Eindruck, dass es in Deutschland jedes Jahr mehr Verordnungen gibt, die von den Städten kaum noch zu erfüllen sind. So konnte die Stadt Leverkusen beim Bau der neuen Steinbücheler Feuerwache an der Straße Am Steinberg noch verhindern, dass dort eine neue Ampel für eine sichere und schnelle Ausfahrt vorgeschrieben wurde. Die Ampel-Frage ist jedoch keinesfalls vom Tisch. Es gibt zwei Verordnungen, die den Kauf einer Ampel um ein Haar erfordert hätten: In einem Erlass aus dem Verkehrsministerium von 2004 wird vorgeschrieben, dass Rettungsdienste grundsätzlich nur mit eingeschaltetem Martinshorn aus ihrer Garage herausfahren dürfen.

Umfangreicher Briefwechsel

Tagsüber entsteht dadurch kein Lärmproblem, sagte ein Sprecher der Bezirksregierung, nur nachts gelten eben andere, schärfere Lärmwerte. Die Nachbarn aus der Derrsiedlung, heute Wohnpark Steinbüchel, wohnen zu nah an der Rettungswagen-Ausfahrt. Als Ausweg forderte die Bezirksregierung von der Stadt eine Ampelanlage, mit der der Verkehr auf Am Steinberg und auf der Albert-Schweitzer-Straße für die Zeit der Ausfahrt gestoppt werden kann. Dann dürften die Rettungswagen auch ohne ihr Tatütata herausfahren. Kosten: 80 000 Euro.

Ein umfangreicher Briefwechsel entstand an der Ampelfrage, so ein Sprecher der Bezirksregierung. Schließlich ergab eine nächtliche Verkehrszählung, dass dort zwischen 22 Uhr und 6 Uhr kaum jemand fährt. Eine Tatsache, die den ortskundigen Bürgern nicht fremd ist. Schließlich einigte man sich: Es wird erstmal ohne die Ampel gehen. Unter einer Bedingung: Die Bezirksregierung forderte, dass unter der Straße vorsorglich Leerrohre für eine zukünftig vielleicht vorgeschriebene, dann zu bauende Ampel verlegt werden müssen. Und da liegen die Kabelkanäle jetzt.

Falls es zu einer Zunahme des Verkehrs an der Stelle komme, sei es durch den Kindergarten, der gerade gebaut wird, oder durch neue Wohngebiete in der Gegend, dann werde neu überlegt, sagte Feuerwehrchef Hermann Greven. Der Lärm, den die Wache im Normalbetrieb abgebe, mit Feuerwehrübungen und Wartungsarbeiten, sei vermutlich zu vernachlässigen, da werde man vom Kindergarten mehr mitbekommen, sagte der städtische Feuerwehr-Leiter. In der neuen Feuerwache ist neben der Freiwilligen Feuerwehr Steinbüchel zusätzlich ein Rettungswagen fest, aber kein Notarzt stationiert. Die Wache ist seit ein paar Wochen bezogen. Die offizielle Inbetriebnahme, mit Blasmusik und Oberbürgermeister wird am Sonntag, 14. Juli, 10 Uhr im Rahmen des Stadtfeuerwehrtages sein.

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