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GBO: Dicke Luft in der Stadthalle

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In der Opladener Stadthalle hat der Gemeinnützige Bauverein getagt. Foto: Ralf Krieger
Wortgefechte, Zwischenrufe und kollektives Buhen in der Stadthalle Opladen: Bei der Mitgliederversammlung des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO) am Dienstagabend ging es ungewohnt hitzig zu.  Von
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Opladen

Wortgefechte, Zwischenrufe und kollektives Buhen in der Stadthalle Opladen: Bei der Mitgliederversammlung des Gemeinnützigen Bauvereins Opladen (GBO) am Dienstagabend ging es ungewohnt hitzig zu. Fast 500 Mitglieder, so viele wie noch nie in den Jahren zuvor, hatten Schlange gestanden vor der Tür, weshalb sich der Beginn um fast 45 Minuten verschob. Anlass für das große Interesse war ein Streit zwischen Mitgliedern des Aufsichtsrats und Geschäftsführer Bernd Fass im vergangenen Herbst: Damals hatte die eigens gegründete Mitglieder-Initiative „Zukunft des Bauvereins“ nur mit einer Unterschriftenaktion verhindern können, dass Fass nicht vorzeitig in den Ruhestand trat.


Einige Mitglieder äußerten Sorge um ihre Ersparnisse und die Zukunft des Vereins, forderten Details über den Streit – die aber weder Fass noch der Aufsichtsratsvorsitzende Hein-Gerd Bast liefern wollten. Fass bedankte sich aber über das entgegengebrachte Vertrauen. Für ein Aufsichtsratsmitglied hatte der vergangene Zoff jedoch Folgen: Wolfgang Zollmarsch, der für eine dritte Amtszeit kandidierte, wurde abgewählt – er unterlag dem von der Initiative vorgeschlagenen Marco Wiefel, der nach 289 Stimmen in geheimer Abstimmung nun neu in den Aufsichtsrat einzieht. Dabei hatte sich der 44-jährige Sportjournalist den Menschen im Saal nicht vorstellen können. Er weilt als Berichterstatter bei der Fußball-EM im Ausland.

Zollmarsch der Lüge bezichtigt


Als Zollmarsch „Verwunderung“ über die Abwesenheit des Kandidaten äußerte, erntete er Buh-Rufe. Zuvor hatte ihm Bezirksmitglied Hans-Erich-Hofmann (SPD) öffentlich vorgeworfen, ihn bei einer Anfrage zu dem internen Streit angelogen zu haben: Zollmarsch habe den Zoff als „Ammenmärchen“ abgetan, Vorstand und Aufsichtsrat als „ein Herz und eine Seele“ bezeichnet. Zollmarsch verteidigte sich: Er habe Verschwiegenheitspflicht und interne Vorgänge nicht nach außen tragen können.


Noch eine weitere Kandidatin wurde an dem Abend überraschend ins Rennen gebracht: Die von Bürgermeisterin Eva Lux (SPD) persönlich vorgeschlagene Nina Lepsius fand anfänglich Zustimmung im Saal: „Es wird Zeit für eine junge Frau im Aufsichtsrat“, hatte Lux mit Blick auf die männliche Aufsichtsrats-Riege auf der Bühne gesagt. Nachdem aber bekannt wurde, dass Lepsius, die sich als Sozialwissenschaftlerin vorgestellt hatte, ihre SPD-Ratsmitgliedschaft verschwiegen hatte, reichten die Sympathien nur noch für 166 Stimmen. Zu wenig für die Wahl in den Aufsichtsrat, denn das ebenfalls zur Wiederwahl angetretene Aufsichtsrats-Mitglied Wolfgang Fröhlen bekam mit 266 Stimmen das Vertrauen ausgesprochen. Gereinigt war die Luft am Ende nicht bei allen. Mitglied Horst Abel: „Ich bin unzufrieden. Wir hätten ein Recht darauf gehabt, mehr über die Querelen zu erfahren.“

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