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Gericht: Unheimliche Begegnung am Rhein

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Justitia. Symbolbild Foto: dpa
Eine sechsköpfige Gruppe aus Leverkusen muss sich derzeit wegen schweren Raubs vor Gericht verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, einen Mann verprügelt und ausgeraubt zu haben. Seine Freundin soll beleidigt und bedroht worden sein.  Von
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Leverkusen

Es gab was zu regeln am 14. Januar. Was dann geschah an der Wacht am Rhein beschäftigt seit Mittwoch die 14. Große Strafkammer am Kölner Landgericht. Schwerer Raub ist das Hauptdelikt, das Azmi C. (alle Namen geändert) und seinen fünf Begleitern an diesem Tag zur Last gelegt wird. Nach Darstellung der Staatsanwältin schlugen und traten Azmi C. und seine Freunde zunächst Halim F. zusammen.

Azmi C., der überdies eine Pistole deutlich sichtbar vorn im Hosenbund trug, verpasste ihm den ersten Schlag. Dann gingen seine Begleiter mit Sandhandschuhen auf das Opfer los. Als Halim F. am Boden lag, hagelte es Fußtritte. Danach nahmen die Täter ihm eine Geldbörse mit 1000 Euro darin und seine Uhr ab.

Danach kam F.s Freundin an die Reihe. Tahire G. wurde von Azmi C. körperlich angegangen und beschimpft; „Hure“ war dabei noch die zurückhaltendste Bezeichnung. Danach wurde sie laut Anklageschrift aufgefordert, auf der Stelle wieder für F. „anschaffen“ zu gehen. Sonst ginge es nicht nur ihr und der Familie schlecht: Halim F. wurde schon Richtung Rhein geschleppt. Voller Angst habe Tahire G. alles zugesagt, so die Anklage. Ihr Handy und einen goldenen Ring wurde sie trotzdem los. Blieb ihr Begleiter Rasin M., der bei der Begegnung ebenfalls sein Funktelefon abgeben musste.

Die sechs Angeklagten zogen es nach Gesprächen mit ihren Verteidigern vor, sich nicht zur Sache zu äußern. Azmi C., der im Gerichtssaal mit einem T-Shirt auftrat, das mit „Cocaïne-Kingdom“ beschriftet war, geht wieder in Untersuchungshaft. Nächsten Montag werden die Opfer gehört.

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