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Gottesdienst: Viel Lob für den Bescheidenen

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Einzug der Messdiener zum Festgottesdienst in der St. Remigius Kirche in Opladen. Foto: Ralf Krieger
Leverkusener Katholiken haben den neuen Papst in der St. Remigius Kirche mit einem Festgottesdienst geehrt. Stadtdechant Heinz-Peter Teller sprach in seiner Predigt über das große Interesse an der katholischen Kirche und zeigte sich zufrieden.
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Opladen

Knapp zwei Wochen ist es her, da wurde aus Jorge Mario Bergoglio, einem argentinischen Kardinal, Papst Franziskus. Ein Grund zum Feiern für Katholiken in aller Welt, und so an diesem Wochenende auch in Leverkusen. In der Opladener Kirche St. Remigius gab es am Freitagabend einen Festgottesdienst zur Amtseinführung von Franziskus, geleitet von Stadtdechant Heinz-Peter Teller. Dieser wies in seiner Predigt darauf hin, dass nicht nur die Wahl eines neuen Oberhauptes die Gläubigen der römisch-katholischen Kirche froh stimmen sollte. „Das Interesse an unserer Kirche ist riesengroß, darauf können wir stolz sein“, folgerte Teller aus der „fast schon übertriebenen Berichterstattung“ in allen Medien. Falsch lagen also jene, die die Kirche schon abgeschrieben haben „und so tun, als sei das ein Haufen alter Männer, der mit der Welt nix zu tun hat“.


Pfarrer Teller nahm auch die „Kritik am Brimborium“ rund um die Papst-Wahl auf: „Alle diese Rituale, das Festliche, der weiße Rauch – das gehört dazu.“ Die Kirche habe eben schon immer gewusst, „wie man publikumswirksam auftritt“. Über Papst Franziskus sagte Teller, dass ihn sein Auftreten nach der Wahl erfreut habe. Praktischerweise hatte der Stadtdechant aber noch einen Mann an seiner Seite, der das Wirken von Jorge Mario Bergoglio schon in Argentinien verfolgt hat. Mario Vera stammt aus Ecuador, ist in der Priesterausbildung und Praktikant in der Opladener Gemeinde.

Er bewundere die Bescheidenheit des neuen Papstes und seinen bisherigen Einsatz für die Armen, schilderte er sichtlich begeistert. „Für die Menschen hier ist es schwer vorstellbar, was Gewalt und Armut bedeuten“, so Vera. Ein Drittel der Bevölkerung von Buenos Aires, der bisherigen Wirkungsstätte von Franziskus, lebe in Barackenvierteln. Es sei schwer, dort ein Hirte zu sein – aber Jorge Mario Bergoglio habe sich dieser Aufgabe gestellt. Wie stolz die Katholiken in Südamerika seien, dass einer von ihnen nun Papst ist, könne er kaum beschreiben, erzählte Mario Vera lachend: „Niemand, wirklich niemand, hat das erwartet!“ (ana)

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