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Informationsabend: Hitdorfer sollen selbst entscheiden

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An die 200 Hitdorfer folgten der Einladung der Bürgerinitiativen in die Stadthalle Hitdorf.  Foto: Ralf Krieger
Vor der Bürgerbefragung zur Verkehrssituation in Hitdorf haben Bürgerinitiativen zu einem Informationsabend in die Stadthalle geladen. Sie beharren auf den Bau einer Ortsumgehung. Deren Verwirklichung gilt allerdings als unwahrscheinlich.  Von
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Hitdorf

Die Hitdorfer Stadthalle war mit rund 200 Besuchern gut gefüllt, auch wenn der erwartete Gastredner ausblieb. Den Aachener Verkehrsexperten Professor Bernhard Steinhauer, der ein Verkehrsgutachten im Auftrag der Ratsfraktionen von SPD und Bürgerliste gefertigt hatte, hatte die Grippe ans Bett gefesselt. Und so kurzfristig konnten die Hitdorfer Bürgerinitiativen, die zu einem Informationsabend vor der Bürgerbefragung am kommenden Sonntag, 27. Januar, eingeladen hatten, die Veranstaltung nicht mehr absagen.


Doch auch ohne den Professor war den Versammelten bekannt, dass dieser in seinem Gutachten zu dem Schluss gekommen war, nur eine Umgehungsstraße könne Hitdorf nachhaltig von Verkehr entlasten. Diesen Straßenbau, nunmehr als „Lückenschluss“ deklariert, weil 3,9 Kilometer Umgehungsstraße bereits existieren, weitere 1,4 Kilometer aber noch gebaut werden sollen. Zwar teilte eine Mehrheit der Stadthallen-Besucher die derart gutachterlich untermauerte Ansicht der Bürgerinitiativen, dass die Umgehungsstraße zeitnah gebaut werden müsse, doch kamen auch Gegner dieser Ansicht zur Wort. Sie erinnerten daran, dass das Land dafür keine Mittel bereitstellen wolle, der Straßenbau in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sei.

Ausbau mit oder ohne Umgehung – das wird gefragt.
Ausbau mit oder ohne Umgehung – das wird gefragt.
Foto: Ralf Krieger

Verlorene Harmonie


Was beeinträchtigt die Werte von Grundstücken und Häusern stärker, mehr Verkehrslärm auf einer neuen Straße oder eine nicht ausgebaute Buckelpiste vor der Tür? Solche Fragen bewegten nicht weniger Hitdorfer, ebenso wie Überlegung, welche Wege sich Autofahrer suchten, wenn eine Einbahnregelung den Verkehr auf Hitdorfer Straße und Ringstraße aufteile, welche Nebenstraßen mehr belastet würden, welche Pendler künftig durch Hitdorf statt über die Autobahn fahren würden. Und wie sich die Lage des nach Einwohnerzahl am stärksten wachsenden Stadtteils Leverkusen in den nächsten Jahren wohl weiter entwickeln wird.


Dass Hitdorfs Verkehrsprobleme nicht völlig gelöst werden können, egal was die Abstimmung am Sonntag ergeben wird, wurde einmal mehr deutlich. Und auch, wie tief die Verbitterung bei manchen Bürgern sitzt. Das Karnevalsmotto, das über der Bühne der knallbunt dekorierten Stadthalle prangte, wirkte da wie ein Wunsch nach verlorener Harmonie: „Mir all sin Hetdörp“.

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