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Jahresbilanz: Unermüdlicher Kampf gegen den Nepp

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Die Verbraucherzentrale zieht Bilanz: Vielfach halfen die Berater bei kniffligen Entscheidungen und Problemen wie verbotener Telefonwerbung. Die Beratung kann Kunden oft auch in schwierigen Fällen aus der Patsche helfen.  Von
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Leverkusen

Von Hartmut Zitzen
6839 Anfragen von Ratsuchenden hat die Verbraucherzentrale im vergangenen Jahr in ihrer Leverkusener Beratungsstelle an der Dönhoffstraße beantwortet. Damit bleibe der Bedarf an Hilfestellung unverändert hoch, zog die Leiterin Sylvia Zimmermann am Freitag Bilanz. Anfragen seien dabei aber nicht unbedingt mit Beschwerden gleichzusetzen, denn viele Konsumenten wollten einfach nur eine neutrale Empfehlung, für welchen Telefon-, Internet- oder Energielieferanten sie sich entscheiden sollten, welche Baufinanzierung oder Anlagemöglichkeit die für sie geeignetste sei.
Da, wo es um echte Beschwerden handele, berichtete der hauptamtliche Berater Christian Fuchs, gehe es mit einem Anteil von rund 40 Prozent weit überwiegend um den Bereich Telefon und Internet, der mit 24 Prozent auch den Löwenanteil bei den allgemeinen Anfragen stelle. Bemängelt werden von den Verbrauchern meist unlautere Geschäftspraktiken, so Fuchs, der als unrühmliches Beispiel den Fall einer Leverkusenerin nannte, die sich in einem der zahlreichen Telekommunikationsshops auf eine Putzstelle beworben hatte. Statt eines Arbeitsplatzes hatte die Frau hinterher vier Verträge für Handy, Internet und Fernsehen, die sie nicht gebrauchen konnte. Im direkten Kontakt zu dem Anbieter konnte Fuchs das Problem einvernehmlich lösen, weil das an sich seriöse Unternehmen von seinen auf Provisionsbasis freiberuflichen arbeitenden Vertretern nicht in Misskredit gebracht werden wollte. Es gebe aber auch andere Fälle, in denen schwarze Schafe es bewusst darauf anlegten, ihre Kunden übers Ohr zu hauen. Das sei beispielsweise beim Dauerbrenner verbotene Werbung am Telefon fast durchgängig so. Betroffen seien häufig alleinstehende, ältere Menschen, denen vorgegaukelt werde, es mit der Sparkasse, der EVL, der Telekom oder einem anderen bekannten Unternehmen zu tun zu haben. Bei einer Leverkusener Rentnerin habe sich im vergangenen Jahr sogar ein Anrufer als Beauftragter des Bundesgesundheitsministeriums ausgegeben und der Frau ein angebliches Herzmittel aufgeschwatzt. Geliefert worden seien dann für fast 600 Euro aber zwei Pakete mit eher minderwertigen Nahrungsergänzungsmitteln. Fuchs konnte die Zahlung abwenden.
Kosten-Nutzen-Analyse
Den finanziellen Nutzen der Verbraucherberatung haben unabhängige Wissenschaftler jetzt erstmals ermittelt, berichtete Sylvia Zimmermann. Demnach werde jeder Euro Steuergeld, den die Verbraucherzentrale erhalte, in einen Ertrag von 14 bis 17 Euro für die Ratsuchenden umgemünzt.

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