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Kita Alte Landstraße: Kita schließt im kommenden Jahr

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Eltern von Kindern aus der Küppersteger Kita sind ganz und gar nicht damit einverstanden, dass die geschlossen werden soll. Foto: Ralf Krieger
Die evangelische Kindertagesstätte in Küppersteg soll nächstes Jahr geschlossen werden, weil die Kirchengemeinde sich außerstande sieht, den Eigenanteil für den erforderlichen Ausbau aufzubringen. Die Eltern sind empört.  Von
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Küppersteg

So trüb wie der Himmel war am Mittwoch auch die Stimmung in der Kindertagesstätte an der Alten Landstraße. Die Evangelische Gemeinde wird die Kita in Küppersteg im Sommer 2014 schließen – aus finanziellen Gründen. In einem Gesprächsmarathon erläuterten die Verantwortlichen den unpopulären Beschluss. Nach dem Mittagessen saßen sie mit Vertretern des Elternrats zusammen; später gab es einen Informationsabend für alle Eltern.

„Schmerzliche Entscheidung“

Dazwischen stellten sich im Namen der Gemeinde Küppersteg-Bürrig Pfarrer Bernd-Ekkehart Scholten und Ulrich Freund, Vorsitzender des Presbyteriums, den Fragen der Presse. „Ende April hat das Presbyterium einstimmig die schmerzliche Entscheidung getroffen“, berichtete Freund. Grund sind die fehlenden Fördermittel von Bund und Land, die nötig wären, um die Kita zu modernisieren.

In der 1950 eröffneten Einrichtung werden 44 Kinder ab drei Jahren betreut. Nach den gesetzlichen Vorgaben reichen Gruppenräume alleine nicht mehr aus; Neben- und Ruheräume müssen her. Die Modernisierung wollte die Gemeinde mit der Schaffung von U-3-Plätzen verbinden. „Die ersten Gespräche mit der Stadt gab es schon 2008“, erzählte Scholten. Während die Gemeinde Pläne für den Ausbau erarbeiten ließ und 400 000 Euro zurücklegte, „hörten wir von der Stadt längere Zeit nichts“.

Als schließlich das Signal aus dem Rathaus kam, sich am U-3-Ausbau zu beteiligen und Fördergeld zu beantragen, wurden die Küppersteger aktiv – fanden sich aber am Ende einer 13 Kindertagesstätten umfassenden Liste wieder. Die vergangenen Jahre befand sich das Projekt in einem „Schwebezustand“, so Scholten. Erst Anfang 2013 wurde schließlich deutlich, dass die benötigten 700 000 Euro von Bund und Land nicht mehr fließen werden.

Umfrage - Kita in Küppersteg

Noch dazu ergab die Aktualisierung der Baupläne, dass der Umbau 135 000 Euro mehr als angenommen kosten wird. „Dieses Geld haben wir nicht. Als wir die Rücklage gebildet haben, haben wir schon tief in die Truhe gegriffen“, betonte Scholten. Die Gemeinde habe deshalb keine andere Wahl. Darauf zu hoffen, dass irgendwann doch noch Geld fließe, sei keine Option.

Betreiber der Einrichtung ist der Kita-Verbund des Kirchenkreises Leverkusen. Die Betroffenen sollen Betreuungsplätze in anderen Häusern des Verbunds angeboten bekommen. „Zu Fuß werden die aber nicht zu erreichen sein“, betonte Geschäftsführer Hans Höroldt. Die fünf Mitarbeiter müssten sich keine Sorgen machen – die Nachfrage nach Erziehern sei derzeit groß. Aufseiten der Eltern regt sich schon Widerstand gegen die geplante Schließung. „Wir werden richtig Gas geben“, kündigte Maik Geßner, Vater von zwei Söhnen, an. Das mindeste sei, dass die Kita auslaufe, sodass sich alle ihre kleinen Besucher bis zum Wechsel in die Schule in gewohnter Umgebung entwickeln dürften.

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