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Kleintiertag: Der richtige Umgang mit dem Hamster

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Matilda (9) füttert beim Kleintiertag Jack, das Meerschwein, und die Kaninchen Fine und Diamantina.  Foto: Britta Berg
Beim dritten Kleintiertag im Tierschutzzentrum an der Reuschenberger Straße konnten sich die Besucher Tipps zur artgerechten Tierhaltung holen. Viele Kaninchen im Tierschutzzentrum hoffen derzeit auf einen neuen Besitzer.  Von 
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Waffelduft im Tierheim, das ist selten. Normalerweise riecht es dort nach Hundefutter, allenfalls nach frischem Gemüse. Am Samstag aber reihten sich im Eingangsbereich des Tierschutzzentrums an der Reuschenberger Straße kunstvoll verzierte Muffins, Kuchen und frische Waffeln auf – alles für die hungrigen Gäste des dritten Kleintiertages.

Von 12 bis 17 Uhr standen die Türen am Samstag offen. Und die Besucher kamen in Scharen – um sich entweder einfach einmal im Tierheim umzusehen, um einem der angebotenen Vorträge zu lauschen oder um an den Ständen verschiedenster Vereine Tipps zur artgerechten Tierhaltung einzuholen. Melanie Herz etwa suchte gezielt nach Ratschlägen, um Wellensittich „Mini“ das Leben noch schöner zu machen. „Ich will sie ja richtig halten“, so die 38-Jährige. Durchaus könne sie sich vorstellen, irgendwann noch ein zweites Tier dazuzuholen. Natürlich aus dem Tierheim. Die Wellensittichkäfige im Tierschutzzentrum allerdings sind aktuell (glücklicherweise) unbewohnt.

Fliesenleger gesucht

Seit vergangenem Frühjahr werden im Tierschutzzentrum die Außenzwinger für die Hunde saniert. Doch das Unternehmen, das die neuen Fliesen verlegen sollte, verließ das Projekt. Daher sucht das Tierheim nun einen neuen Fliesenleger, der die Arbeiten, wenn möglich ehrenamtlich, zu Ende führt. (cm)

Umso mehr Kaninchen hoffen derzeit auf einen neuen Besitzer. Auch wenn es die kleinen Nager im Tierheim sicher besser haben als in so manchem Kinderzimmer, vermitteln möchte Vereinsvorsitzender Gerd Kortschlag die Tiere trotzdem. Denn es kommen immer neue nach. „Vor allem an Ostern“, erzählte Kortschlag während einer Führung durch das Tierheim. Denn in vielen Familien seien Kaninchen nach wie vor ein typisches Ostergeschenk. Nach den Feiertagen verliere sich aber schnell das Interesse am Tier – mit bekannten Folgen. Einmal, so Kortschlag, hätten seine Mitarbeiter beobachtet, wie ein kleines Kaninchen auf dem Hof vor dem Tierschutzzentrum einfach aus einem Auto geworfen wurde. „Leider hatten wir das Nummernschild nicht.“ Er zeige nämlich jeden rigoros an, der wider den artgerechten Umgang mit Tieren handele.

Und das tun viele Menschen; bewusst oder unbewusst. Wichtig ist daher die Aufklärung, am besten schon in jungen Jahren. Mit diesem Ziel hat Jutta Reda vor etwa vier Jahren die Kindertierschutzgruppe ins Leben gerufen. Einmal im Monat treffen sich die Jugendlichen im Tierheim, um über den alltäglichen Umgang mit den eigenen Haustieren, aber auch über Walfang zu sprechen. Zwei, die begeistert mitmachen, sind der 13-jährige Luis und die Philosophiestudentin Kim (23). „Wenn wir uns jetzt einsetzen, können wir viel für die Zukunft erreichen“, so Luis.

AUTOR
Christina Michaelis
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